Au Pair Erfahrungsberichte

Aus über 20 Ländern der Welt reisen Cultural Care Au Pairs in die USA. Jedes Au Pair Abenteuer begann mit dem Wunsch fliessend Englisch zu sprechen, sich persönlich weiter zu entwickeln und mehr über das Leben in Amerika und in der Gastfamilie zu erfahren. Jedes Au Pair sammelt andere Erfahrungen in den USA, doch alle sind sich einig: der Au Pair Aufenthalt ändert nicht nur dein Leben, sondern es lässt dich über dich selbst hinauswachsen. Hier erzählen dir diverse Schweizer Au Pairs, wie ihr Aufenthalt ist/war und was sie so alles dabei erfahren:
 

International big sister - Hannah Urech

Hannah aus Wolfwil (SO) hat ein super Au Pair Jahr bei ihrer Gastfamilie in Boston verbracht. Nach ihrer Rückkehr hat sie uns ihre wunderbare Story geschickt - auf Englisch! Liest selbst wie sie zur Internationalen grossen Schwester ernannt wurde:

"I spent my year in Boston MA and I really travelled alot but coming back to Boston always felt like coming home. There is no better place than that amazing and beautiful City.
I enjoyed having so wonderful people around me from all over the world eventough it is hard now to stay in touch with all of them but it is a good reason to travel again! The relationship with my host family so with the new au pair is still great and I will visit them soon again. The kids call me now their international big sister and they are excited to have more of such experience."

Natascia in New York

Vor einem Monat kam Natascia aus Oberkulm (AG) wieder zurück in die Schweiz. Viel hat sie erlebt, hatte sie uns gesagt. Wir wollten natürlich mehr erfahren und so hat uns Natascia ihr spannendes Au Pair Abenteuer in diesem Bericht zusammengefasst:

"Wenn ich an die letzten paar Monate zurück denke, kommen mir so viele Emotionen und Erinnerungen auf, wobei ich gar nicht weiss, wo ich beginnen soll.
So, vor über einem Jahr, hab ich mich von meinen Freunden und meiner Familie verabschiedet und "tschüss" gesagt. Mir war damals noch nicht bewusst, auf welches Abenteuer ich mich da einlasse. Schnell hatte ich Freunde gefunden, die von der ganzen Welt irgendwo her stammen und hab jeden Moment mit meiner tollen Hostfamily und mit meinen neuen Freunden genossen. Was ich glaub am Meisten vermissen werde, wird zum einen sein, die spontane Frage von meinen Freunden, wie "Fahren wir an den Strand? oder "Treffen wir uns in New York City?"

Natürlich sind die Momente, die ich mit meinem Hostkid erlebte, sehr originell. Die Nachmittage zusammen im Pool, die spontanen Umarmungen die sie einfach so, beim vorbei laufen verteilte oder auch die Momente, wo wir zusammen irgendwo in einer ihrer Feenwelten runter tauchten. Wobei ich nicht ganz sicher war, wer von beiden noch das Kind war.

Ich bin viel gereist, ich war an Orte, an denen ich mich von zu Hause aus noch erinnere, wie ich sagte "Natascia, irgendwann wirst auch du da stehen" AND IT REALLY HAPPENED! Ja, ich habe den Sonnenuntergang am Grand Canyon gesehen, ich habe ein Foto mit dem Marilyn Monroe Star am Walk of Fame und ja, ich habe in Cowboyschuhe in Nashville gelernt zu Linedancen.

Auch habe ich mich selbst überrascht, als ich zum ersten Mal ein angemessen Essen gekocht habe(was anfangs kaum glaubwürdig schien) oder als ich zum ersten Mal im Auto sass und die Songs im Radio verstehen konnte.

Ein Au Pair Jahr ist für jedes Au Pair verschieden. Ich hatte nie Mühe mit Heimweh zu kämpfen, weil ich gelernt habe alleine zu sein und es wirklich zu geniessen. Ich freue mich riesig, wieder meine Liebsten zu Hause in den Arm zu nehmen, aber ich bin auch froh, konnte ich dieses Erlebnis alleine erleben und das Beste wieder mit nach Hause nehmen. Wenn ich dieses Jahr in einem Spruch zusammen fassen würde, wäre es dieser:

"If you have the courage, to follow your dreams, you will see than anything is possible"

Ich gehe mit einer alten Seite, aber auch mit einer Neuen nach Hause. Mit der neuen Seite, die bereit ist die Welt zu sehen, die auf Englisch ein Gespräch führen kann und auch mit einer, die alleine sein kann, ohne sich alleine zu fühlen. (Essbar kochen, gehört da auch dazu:)"

Stefanie aus Montlingen/SG

Seit September 2015 ist Stefanie nun in ihrer neuen Heimat in Conneticut. Wir haben sie gefragt, wie sie sich während ihrem Aufenthalt persönlich weiterentwickelt hat:

Was hat dir während deines Aufenthalts bis jetzt am Besten gefallen?
Ich bin jetzt seit sechs Monaten in den USA, also bereits die Hälfte. Es gibt so viel verschiedenes dass ich kaum weiss wo ich anfangen soll. Zuerst natürlich die neue Kultur. Ich finde es so spannend diese neue Kultur kennenzulernen und zu sehen, wie Amerikaner hier leben. Es ist auch so interessant wieviele Gemeinsamkeiten es gibt zwischen den USA und der Schweiz. Auch war meine Zeit an der Training School eine fantastische Erfahrung. Da konnte ich bereits meine ersten Freundschaften schliessen, welche ganz wichtig sind für meinen Aufenthalt. Was ich am spannendsten finde ist, wie du hier ein komplett neues Leben startest. Es wird nichts sein wie zuhause und die wirst dich selbst neu erschaffen. Du wirst neue Seiten an dir kennenlernen, die dich für deine Zukunft formen werden.

Welche Orte hast du bereits besucht und was war das Beste daran?
Ich bin seit sechs Monaten hier und habe noch nicht so viel gesehen da ich besonders für meinen Reisemonat spare. Aber ich war bereits in Washington D.C. für ein paar Tage und kann wirklich sagen, dass es eine faszinierende Stadt ist. Nicht nur wohnt der Präsident der Vereinigten Staaten da, es ist ja auch die Hauptstadt. Und jetzt weiss ich auch warum; es gibt so viele Geschichten über die USA, dass man einen ganzen Tag beschäftigt ist. Ich bin froh hatte ich meine Laufschuhe an :)

Doch meine absolute Lieblingsstadt bis jetzt ist New York! Und da ich ja nicht weit weg wohne, verbringe ich viel Zeit in dieser atemberaubenden Stadt. Und jedesmal entdecke ich wieder etwas neues, egal ob bei Tag oder Nacht. Was ich ganz besonders an New York liebe, sind die Menschen. Wenn du denkst, dass in New York immer alles schnell geht und niemand sich um den anderen kümmert, hast du dich getäuscht. Egal ob ich nach dem Weg oder für ein Foto frage, mir wird geholfen. Aber zum Glück ist das Strassensystem schnell verständlich. Mein schönster Moment war, als ich oben auf dem Rockefeller Center stand und die Aussicht inklusive Sonnenuntergang geniessen konnte. Da habe ich mich definitiv in New York verliebt!

Wie hast du dich persönlich verändert?
Ich werde viel Erfahrung mit nach Hause nehmen, besonders aber das Wissen, so viele neue Freundschaften geschlossen zu haben. Ich bin heute ein ganz anderer Mensch als damals bei meiner Ankunft da ich so viel schon dazugelernt habe und extrem stolz bin, dieses Abenteuer gestartet zu haben. Ich habe eine viel stärkere Persönlichkeit und bin verantwortungsbewusster, reifer und unabhängiger. Wenn du hier in den USA bist musst du lernen für dich selbst dazustehen. Du hast nicht mehr deine Eltern neben dir welche dir alle Probleme abgenommen haben. Dieser Aufenthalt ist nicht nur wichtig für mich, sondern bestimmt auch für meine Familie, meinen Freund und Freude zuhause. Meine Beziehung zu all denen ist viel stärker und intensiver geworden als vorher. Ich kann diese Erfahrung an alle jungen Leute empfehlen welche sich persönlich weiterentwickeln wollen und dank dieser Zeit stärker und glücklicher werden.

Was war deine schönste Erfahrung mit deinen Gastkindern?
Meine Gastkinder sind einfach grossartig! Sie sind bereits Teenager und manchmal nicht leicht, aber wir haben eine super Zeit zusammen! Am Anfang war es nicht einfach ihr Vertrauen zu gewinnen, aber wir hatten eine richtig witzige Situation die das Eis gebrochen hat. Dies war in meiner ersten Woche als Au Pair wo als ich die Kinder von der Schule abholte. Wir sind nach Hause gefahren und ich entdeckte bei den Nachbarn ein Auto mit zwei Männern davor. Ich wusste, dass es die Männer waren, die sich um deren Garten kümmerten, aber mir fiel das Englische Wort nicht mehr ein. Auf deutsch übersetzt sagte ich dann so etwas wie: „Seht, da sind die Gartenjungs von Frau xxx!“ Und beide Kinder konnten sich vor Lachen kaum noch halten. Und da konnte ich natürlich auch nicht mehr und lachte mit. Das war meine schönste Erinnerung, da wir das erste Mal alle zusammen so richtig lachen konnten. 

Corina aus Gams/SG

Corina ist seit Juni 2015 in Phoenix, Texas und fühlt sich einfach pudelwohl! Darum hat sie sich auch entschieden gleich noch ein zweites Jahr dranzuhängen. Corina hätte dies wahrscheinlich anfangs selbst nicht erwartet. Doch wie es überhaupt zu diesem Schritt kam, meinte sie:

"Eigentlich habe ich meinen ganz normalen Alltag gelebt. Ich wohnte mit meinem Freund zusammen, war Assistentin vom CEO und hatte mein eigenes Auto. Doch vom einen auf den anderen Tag hat sich alles verändert. Da war für mich klar, dass es jetzt an der Zeit war, sich bei Cultural Care anzumelden. Eigentlich wollte ich das schon immer machen, aber ich hatte mich nie getraut aus meiner Comfort Zone zu treten. Heute bin ich überglücklich dass ich den mutigen Schritt getan habe und jetzt über mein Au Pair Leben erzählen kann. Was ich an dieser Erfahrung am meisten liebe ist, wenn mein Gastkind einfach nur lächelt. Er zeigt mir tagtäglich was bedingungslose Liebe bedeutet. Zu wissen, dass wir geliebt werden und zwar genauso wie wir sind, gibt uns die Möglichkeit, zu den glücklichsten Menschen auf diesem Planeten zu werden. Es gibt auch schwierige Zeiten, dass geb ich zu, aber wenn ich mit meinem Gastkind kuschle, kann ich das alles vergessen."

Warum hast du dich jetzt für diese Erfahrung entschieden und nicht direkt nach der Schule?
Wie gesagt, ich war da einfach noch nicht mutig genug. Also habe ich zuerst meine Lehre abgeschlossen, eine Zeit lang gearbeitet und bin heute hier in den USA als Au Pair, treffe neue Freunde und reise dorthin, wo ich früher davon geträumt hatte.

Was würdest du gleichaltrigen raten die gerne Au Pair werden möchten?
Über 21 zu sein ist definitiv das beste Alter um in die USA zu reisen.

Bezüglich deinen Credits; Was hast du für Kurse besucht?
Ich werde einen Kurs besuchen für chinesisches Zeichnen. Ich hab noch nicht angefangen aber freue mich riesig drauf etwas neues auszuprobieren. Für mein zweites Jahr plane ich einen Managementkurs für Hochzeitsplanung oder Innenarchitektur. Mal sehen.

"Ella sagt ständig, ich soll für immer bleiben"

Milena aus Belp (BE) hat sich gerade entschieden, ihren Au Pair Aufenthalt bei ihrer Gastfamilie in New Jersey zu verlängern.
Bei der Begründung kommt Gänsehaut auf!

Warum hast du dich entschieden zu verlängern?
Ich habe schon über Verlängerung nachgedacht, da war ich mit dieser Gastfamilie noch gar nicht gematcht. Ich hatte mich einfach damals schon so gefreut in den USA zu leben und auf Kinder aufzupassen. Als ich dann diese Gastfamilie gefunden hatte und bei ihnen angekommen war, wusste ich von der ersten Sekunde an, dass sie meine perfekte Gastfamilie sind. Die Kinder und ich haben uns sofort verstanden und ich kann mir ein Leben ohne die drei schon gar nicht mehr vorstellen. Es war so schön sie aufwachsen zu sehen und ein Teil ihres Lebens zu sein. Manchmal werde ich gefragt, ob ich mich mit meinem zwei Jährigen nicht langweile, da er ja noch nicht zur Schule geht, aber ich antworte immer, dass ich es mir anderst gar nicht vorstellen kann. Wir haben immer so viele Pläne dass uns nie langweilig wird, z.B in den Park gehen, mit Lastwagen- und Feuerwehrautos spielen oder uns als Dinosaurier verkleiden. Meine beiden grösseren Gastkinder Ella (7) und Alex (9) sind einfach genial. Ich liebe es meine Zeit mit ihnen zu verbringen, auch ausserhalb meiner Arbeitszeit. Ella sagt mir ständig, dass sie will das ich niemals zurück gehe.
Auch meine Gasteltern sind super! Sie arbeiten beide Vollzeit aber finden immer Zeit für die Kinder. Anscheinend werden sie niemals müde. Und sie finden auch immer die Gelegenheit mir zu zeigen, wir sehr sie mich schätzen. Auch wenn es nur ein „Vielen Dank für alle deine Hilfe heute“ ist, es bedeutet mir endlos viel! Alle diese Faktoren zeigen, dass ich so lange wie möglich hier bleiben möchte und all diese Momente für immer in meinem Herzen tragen werde.

Was würdest du einem Au Pair raten, welche noch unsicher ist ob sie verlängern möchte?
Du solltest wirklich darüber nachdenken. Zähle alle Gründe, die jetzt und auch später für eine Verlängerung sprechen auf und schaue dann, wie du dich dabei fühlst. Denke darüber nach, ob es sich gut anfühlt, nochmals in der selben Familie zu bleiben. Entscheide auch sorgfältig, ob du 6, 9 oder 12 Monate verlängern möchtest. Eine Au Pair Freundin von mir hat es bitter bereut das sie nur neun Monate verlängert hat, was für mich noch ein Grund mehr war, 12 Monate zu verlängern. Tu einfach das was du für Richtig hälst.

Was ist der grösste Vorteil für die Verlängerung?
Einfach alles! Ich kann noch mehr Zeit mit meiner Gastfamilie verbringen und den Kindern beim aufwachsen zusehen. Ich habe bis jetzt jede einzelne Minute genossen, weil ich seit dem ersten Tag an ein Teil dieser Familie bin. Ein weiterer Grund ist, dass ich meinen Reisemonat mit meiner besten Freundin verbringen kann. Ich habe sie hier in den USA kennengelernt da sie auch Au Pair war, aber schon seit einem Jahr wieder zurück ist. Wir werden zusammen im Sommer 2016 einen Roadtrip durch Kalifornien machen. Ich habe hier wirklich die beste Zeit und jeder fragt mich, ob ich nicht für immer bleiben kann. Natürlich wäre das ein schöner Gedanke, aber ich möchte Lehrerin werden wenn ich zurück in der Schweiz bin. Aber ich freue mich, wenn ich meine Gastfamilie regelmässig besuchen kann.

Wann hast du das erste Mal darüber nachgedacht zu verlängern?
Ich wusste dass ich verlängern würde noch bevor ich in den USA ankam. Nach ca. 4 bis 5 Monaten fragte ich meine LCC, wann sie denke, dass es eine geeignete Zeit sei um mit meinen Gasteltern über Verlängerung zu sprechen. Sie meinte, es sei niemals zu früh und ich könne mit ihnen sprechen sobald es für mich stimmt.  Also habe ich eines Nachmittags meiner Gastmutter gesagt, dass ich darüber nachdenke zu verlängern und dass ich dies gerne bei ihnen machen würde. Meine Gastmutter hat sich so gefreut, da sie auch schon darüber nachdachten mich zu fragen. Auch meine Gastkinder waren ganz aus dem Häuschen und so wusste ich, dass ich mich richtig entschieden hatte. Wenn ich jetzt zurückschaue, war es die beste Entscheidung meines Lebens. Ich kann mir gar nicht vorstellen, mein zweites Jahr mit einer anderen Familie zu verbringen. Sie sind und bleiben meine Familie. Ella sagt mir immernoch, dass ich nicht gehen darf. Aber falls doch, kommt sie einfach mit :)

Zwei Jahre - Zwei Erfahrungen!

Sonja aus Aeschi (BE) ist bereits in ihrem zweiten Jahr als Au Pair in den USA. Das erste verbrachte sie in Philadelphia mit 3 Kindern im Alter von 6, 9 und 12 Jahren. Ihre Zeit war unvergesslich und sie fühlte sich darum auch bereit, ihr zweites Jahr in einer anderen Familie zu verbringen um noch mehr zu lernen. Somit reiste Sonja 2015 von Philadelphia nach Los Angeles, um auf 4 Kinder im Alter von 7 (Zwillinge), 10 und 12 aufzupassen. Bestimmt erlebt man in so einer langer Zeit sehr viel. Wir haben Sonja gefragt:

Wohin bist du alles gereist und wo gefiel es dir am Besten?
Ich bin schon ziemlich herumgekommen. Ich war in meinem ersten Jahr an der Ostküste und lebte in Philadelphia und habe Boston, New York, Atlantic City, Baltimore, Washington DC, Pittsburgh, Chicago, Niagara Falls und Miami besucht. Jetzt in meinem zweiten Jahr lebe ich in Los Angeles und war schon in Denver, Santa Barbara, San Diego, Las Vegas, San Francisco und Seattle. Und noch viel mehr ist geplant – es gibt viel zu sehen hier in den Staaten! Ich liebte Washington DC, weil es da viel zu entdecken gibt und das kostenlos! Es ist einfach eine wunderschöne Stadt. In meinem zweiten Jahr ist San Diego mein neuer Favorit, weil die Menschen da super nett sind und die Atmosphäre einfach super ist!

Wie hast du dich persönlich weiterentwickelt?
Ich denke, ich bin speziell daran gewachsen geduldiger zu sein. Ich habe gelernt zu akzeptieren, dass es viele verschiedene Menschen mit deren Hintergründen und Wissen auf dieser Welt gibt und das ich Situationen einfach so nehme wie sie sind und das Beste daraus mache. Mein wichtigster Lehrgang war jedoch als ich gemerkt habe, wie einfach es sein kann zu Reisen. Du musst es einfach machen und keine Angst haben, manchmal auf dich alleine gestellt zu sein. Auch wenn manchmal etwas nicht klappt, es wird schon eine Lösung geben und diese wird vielleicht sogar noch besser sein.

Was war bis jetzt der schönste Moment mit deinen Gastkindern?
Die beste Zeit mit meiner ersten Gastfamilie waren die Sommerferien. Ich verbrachte so viel Zeit mit den Kindern, habe sehr viel mit ihnen gespielt und so konnten wir die Zeit richtig nutzen, um uns besser kennen zu lernen - das war sehr speziell. Als die Kinder dann zurück in die Schule gegangen sind, war es schon hart sie wieder gehen zu lassen...
Bei meiner zweiten Gastkindern lieb ich es, wenn ich von einen Trip zurück komme oder sogar wenn ich die Kinder nur einen Tag nicht gesehen haben, wie sehr sie sich freuen, mich wieder zu sehen und mir sehr viele Umarmungen geben - das berührt mein Herz einfach!

1 year America and everything comes to an end

Es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen, wo ich zu Familie und Freunden “Tschüss” gesagt habe und alles hinter mir gelassen habe um als Au Pair in die USA zu gehen. Doch es ist über 1 Jahr her und ich bin seit wenigen Tagen wieder in der Schweiz…

Kurzer Rückblick…

Ich habe auch in den letzten Monaten noch einmal viel erlebt und gesehen. Darunter zum Beispiel Halloween, welches definitiv zu meinem Lieblings Feiertag geworden ist, Thanksgiving was ich sonst nur aus dem TV gekannt habe und natürlich ein grossartiges amerikanisches Weihnachtsfest mit meiner Gastfamilie. New Years Eve habe ich am Time Square in New York City gefeiert. Drei grosse Feriertage hintereinander. Wie die Amerikaner so sind werden zu jedem Anlass die Häuser neu dekoriert, unglaublich was sich einige einfallen lassen um aufzufallen!! Viele Europäer finden es übertrieben und kitschig, ich fand es toll, besonders die ganzen Weihnachtsdekorationen mit den vielen bunten Lichtern hat mich fasziniert.

Die letzten vier Monate sind an mir nur so vorbei gerast. Die zweite Englischklasse am Community College sowie einen Weekendklasse in Silverbay, NY habe ich erfolgreich abgeschlossen. Nach New Years Eve ging alles ganz schnell. Januar war DER Monat für mich. Bereits Anfangs Monat ist das neue Au Pair meiner Gastfamilie angekommen und mein Reisemonat hat begonnen.

Ich bin in meinem Reisemonat nach Hawaii geflogen anschliessend nach Los Angeles und zum Schluss nach Orlando. Fast drei Wochen war in unterwegs und ich hatte eine unvergessliche Zeit. Nicht nur im Reisemonat habe ich viel gesehen auch während meinem Au Pair Aufenthalt bin ich viel herumgereist. Orte die ich besucht habe: New York, Philadelphia, Atlantic City, Washington DC, Boston, Niagara Fälle, Miami, Key West, San Francisco, Yosemite Park, Death Valley, Las Vegas, Los Angeles, Hawaii und Orlando.

Nach meinem Reisemonat bin ich nochmals zurück zu meiner Gastfamilie nach Pennsylvania um von allem und allen Abschied zu nehmen. Auch in meiner letzten Woche in den USA habe ich noch einmal Vollgas gegeben ;-) ein Höhepunkt war das NHL Game von den Philadelphia Flyers gegen die Panthers. Das wollte ich immer und nun hatte ich doch noch die Gelegenheit mir ein Spiel anzusehen. Nicht nur Ice Hockey habe ich in diesem Jahr live gesehen auch Basketball die 76ers, Baseball die Phillies und auch Football die Eagles waren dabei.

Und dann war es soweit. Abschied nehmen von meiner Gastfamilie und meine Freunden. Der Abschied ist mir nicht einfach gefallen. Denn wer weiss, wann und wo ich sie wieder sehen werde. In einem Jahr entstehen viele Freundschaften und gewinnt ein zweites Zuhause. Meine Gastkinder sind mir sehr ans Herz gewachsen. Auch wenn ich in Zukunft ein ruhiges Haus geniessen kann, werde ich sie vermissen.

Durch die vielen anderen Au Pairs aus aller Welt wird steigt die Reiselust noch mehr und man wird weltoffener, denn irgendwie will man einander wieder treffen… Freunde von überall auf der ganzen Welt zu haben ist für mich das Tollste und Beste.

Es war nicht nur der Abschied von den Leuten sonders auch der Abschied von einem Leben, das ich so nicht mehr haben werde… Die amerikanische Kultur hat mich fasziniert, mich verändert und wird wohl immer ein wenig Einfluss auf meine Zukunft haben.

Ich schaue gerne auf meinen Au Pair Aufenthalt zurück und bin froh den Schritt gewagt zu haben. Ich konnte mir meinen Traum erfüllen und habe all meine Ziele erreicht. Nun bin ich erst wenige Tage wieder zu Hause und doch scheint meine Zeit in den USA irgendwie weit weg zu sein. Hier ist fast alles wie vorher, was ich aber nicht als negativ empfinde. Im Gegenteil, es ist schön genau die Sachen nun geniessen zu können, die ich oft vermisst habe. Oft muss ich schmunzeln wenn ich die Menschen um mich herum „Bärndütsch“ sprechen höre, aus dem Radio Volksmusik erklingt oder ich im Dorf von jedem gegrüsst werde. Zudem erscheint mir alles viel kleiner und die Einkaufszentren und Banken haben wieder Öffnungszeiten.

Derzeit geniesse ich die wunderschönen verschneiten Landschaften, Freunde und Familie, Schweizer Essen und mein Leben, das ich hier neu aufbauen und gestallten muss. Und trotzdem ist kein Tag vergangen wo ich nicht an Amerika gedacht habe. Ich kann sagen, dass es die beste Zeit meines Lebens war.

Ich kann einen Au Pair Aufenthalt nur weiter empfehlen und wünsche allen die es noch vor sich haben viel Spass, viele tolle Momente und Erlebnisse!!

Michaela

Barbara aus Wimmis/BE

Barbara Hodler hat es für ihren Au Pair Aufenthalt an die Ostküste der USA verschlagen.

Heimat: Wimmis/BE
USA: Silver Spring, Maryland
Kinder: 2 und 5 Jahre 

Barbara gibt euch einen kleinen Einblick in ihren Au Pair Alltag:

Was gefällt dir am besten an deinem Au Pair Aufenthalt?
Da gibt es ganz vieles, dass ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll. Ich finde die Zeit die ich mit den Kindern, den Gasteltern und den Freunden verbringen kann am besten. Mit den Kindern entdeckst du die Welt und kannst dich über alle Fortschritte freuen die sie mit dir machen - sei es beim Sprechen oder Anziehen. Die Gasteltern unterstützen mich überall und ermöglichen mir hier ein unvergessliches Jahr.

Welche Tipps hast du an zukünftige Au Pairs?
Geht offen und positiv eingestellt auf das Jahr zu. Wichtig ist, dass ihr euch nicht zu ernst nehmt und auch mal über euch selbst lachen könnt, denn es können immer irgendwelche Missverständnisse auftreten. Es ist euer Jahr und ihr macht es für euch unvergesslich  - also nehmt Kontakt auf mit anderen Au Pairs und versucht auch neue Dinge auszuprobieren. Klar werden auch einmal härtere Zeiten kommen, dann heisst es dran bleiben und für sein Glueck kämpfen.

Welche Collegekurse besuchst du in den USA?
Mein erster Collegekurs den ich jetzt besuche ist ein Englischkurs der den Schwerpunkt auf das Schreiben legt. Der hilft mir ganz gut mein Englisch zu verbessern und man lernt wieder neue Leute aus aller Welt kennen. Die Kurswahl fürs nächste Semester habe ich noch nicht getroffen aber ich würde gerne noch etwas Anderes neues ausprobieren wie einen Tanzkurs. Mein Collegge hat so viele Kursangebote, dass ich mir da noch einmal einen Überblick verschaffen muss.

Was darf man auf keinen Fall in den USA verpassen?
Ich denke, das ist für jeden unterschiedlich und für jeden ist etwas Anderes wichtig. Ich finde Washington DC hat sehr viel zu bieten und ist sicher sehenswert mit all den Monuments, dem Weissen Haus und dem Capitol. Ich habe bis jetzt den Nationalfeiertag, Ostern und Mutter- bzw. Vatertag miterlebt. Am Nationalfeiertag ist eine ganze Menge los in DC und aus der ganzen USA reisen Leute an um diesen Tag dort zu feiern. Weiter habe ich gehört sollen Weihnachten und Thanksgiving sehr speziell sein. Diese zwei Feste möchte ich definitiv nicht verpassen. Wenn ihr einmal in Washington DC seid, dann müsst ihr unbedingt in Georgetown Cupcakes essen. Die sind typisch für die Region und echt lecker.

Was machst du in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit treffe ich mich oft mit meinen neu gewonnenen Freunde und unternehme etwas mit ihnen. Wir schauen uns ein Museum in DC an oder gehen ganz einfach nur ein Eis essen. Ich treffe mich auch immer wieder gerne mit Au Pairs in denn Malls wo wir dann zusammen shoppen gehen oder das Kino besuchen. Manchmal verbringe ich meine Zeit auch mit meiner Gastfamilie indem ich einfach mit den Kindern spiele oder mich mit den Gasteltern unterhalte. Seit kurzem nehme ich auch zwei mal die Woche Kickboxstunden, was echt viel Spass und Freude bringt . Da habe ich auch schon wieder einige nette Leute kennen gelernt. 

Simone aus Seftigen/BE

Simone Staudenmann aus Seftigen/BE landete mit ihrer Gastfamilien in San Diego, Kalifornien, einen Volltreffer. Das Leben als Au Pair mit den inzwischen 2-jährigen Zwillingen gefällt Simone so gut, dass sie sich 2011 entschied, ihren Aufenthalt in den USA um 9 Monate zu verlängern. Ihre Gastfamilie kann sich ein Leben ohne Simone nicht mehr vorstellen und so nominierten sie ihr Au Pair 2011 und 2012 für den internationalen „Au Pair of the Year Award“. Simone wurde nun das zweite Jahr in Folge als Finalistin und „Best Au Pair in California“ gewählt.

Simone berichtet uns regelmässig aus den USA:

Wie hast du deine erste Woche in den USA an der Cultural Care Au Pair Training School in NY erlebt?
Ja es isch auso e sehr verwirrendi Wuche gsi nid z letscht wel alles eifach neu isch, alles vel grösser isch, alles anderscht isch und wels soooo vel neui Idrück uft di abe rägnet dasde gar nid nachemagsch mit verarbeite. D’Schuel isch guet gsi, mir hei sehr vel über di amerikanischi Familie glernt. D Mirel, üsi Lehrerin, isch mega luschtig gsi und het üs sehr vel bibracht über Chind und was alles dezue ghört. Mir hend bastlet, Videos gluegt und hei üsi Familie enand vorgstellt. Was sehr guet isch gsi, mir si i Klasse ufteilt worde nach Ort womer häre gönd, drum heimer scho i de Schuel chli chönne Fründschafte schliesse und de am Fritig all zäme reise... 

De Donnstig isch super gsi, da simer z New York gsi, WOW no nieh het mi e Stadt so beidruckt und erschlage zu glich! Mir si ufem Timesquare gsi, es het tuuuuusigi vo liechtli und TV`s detä gha und lut isches a allne Orte hets Musig, ja ungloublech! D’Freiheitsstatue simer ga aluege, uf dr Fähre nach Long Island heimer New York und Manhatten chönne bewundere und nocher simer no am Ground Zero gsi, i ha welle es Föteli mache vo de ganze Bousteu, es isch unmüglech! Es isch eifach riisig und hunderti vo Krän und Grüscht hets dete! Du steisch eifach vordranne und dänksch:"Wow!" Aschliessend simer ufts Rockefeller Center ufts dach ufe 67 Stockwerk höch, meh het e fantastischi Ussicht über alles det obe! Ah nocher simer natürlech no ga shoppe, was werklech sehr guet isch, au im gröschte M&M´s Store vo de Wäut simer gsi, het eifach 2 Stockwärch vou, alles was dis Härz begehrt mit M&M´s, Socke, T-shirt, Tassli, Hose, Schlüsselahänger, Täsche und so Züg! Was au immer du möchtisch chasches ha, eifach mit M&M`s Print drufe. Und natürlech bi Victorias Secret`s simer gsi, z Paradies für üs Fraue überhoupt, i bi detä ine cho und ha gmeint i sig imene Märli glandet! Im Bus het niemer es Wort gred am Abe, so erschlage simer gsi!

Wie war deine Ankunft in der Gastfamilie?
I bi mega härzlech empfange worde, vorallem vo de Marian, das isch mini Hostmom. Auso beidi si mega nätt und interessiere sich für alles was bi üs deheime so geit und wi mir läbe und so, mir hei au sofort es Gspräch gfunde und hei de am abe no so bis am 1.00 gredt über alles mügleche! Si het mis Zimmer au ganz härzig igrichtet aune Orte si Föteli ufghänkt gsi vo deheime vo mine Fründe und mir, vo minere Familie, nocher het sie mer 2 Starbucks Tassli kouft und die si vou gsi mit Menthos, eifach z’vel... I ha ja mega gärn Menthos! Ah und natürlech no Schoggi! Si het gmeint für einsami Nächt oder Heiwehstunde! I ha au es eigets Bad und de het sie mer mini Tüechli mit mim Name la besticke, es isch alles violett und uf jedem Tüechli steit mi Name. Ja sie isch würklech sehr lieb. Woni i mim neue Deheime bi acho, hani natürlech au d Chind welle gseh, nume isch leider scho 23.30 i de Nacht gsi drum hani eifach schnäu di schlafende herzige chend gseh.

Am nächste morge isch es losgange, i ha no chli unter mim Jetlag glitte aber mir si mitte Kiddies zum Babygym gfahre u das isch e super Start gsi i mis neue Läbe und mi neu Aufgabe! Mir hei zäme dr Samschtig verbracht und i bi sooooo erliechteret gsi das d Chind au sofort guet hei uf mi reagiert! Es isch no schwirig z säge bi chline Bebes wo erscht 8 Monet aut si, aber si hei kes einzigs mau brüelet woni sie ufem Arm ha gha und das het mir es guets Gfüehl gä!

Was unternimmst du mit deinen Gastkindern?
Mini Täg woni mit de Zwillinge verbringe si vou mit wunderschöne Momänte, zum Bispiu gö mir viu zäme i Zoo wo mir immer wider Tier entdeckä womer vorhär no nie hei gseh! Dr San Diego Zoo isch eifach riiisig u het hunderti vo Tierarte wome cha bestuune. D´Marian mini Hostmom isch mitlerwile wider am schaffe u i bi fasch dr ganz Tag mit de Zwillinge eleini. I hanes Outo zur Verfüegig woni immer darf bruche u drum simer o geng chli zäme ungerwägs! Hüt bini amene Playdate gsi mit angerne Au-Pairs u ihrne Ching. Mi trifft sich de ufeme Spiuplatz u ds schöne isch dasme sich ungerenang chli cha ustusche u Sörgeli u Problemli cha diskutiere während me mit de Ching duet spile! Es isch immer interessant z ghöre wis de Angere Au-Pairs so geit, wasi so mache.

Was machst du um deiner Gastfamilie die Schweizer Kultur näher zu bringen?
Letscht Sunnti isch ono 1.Ouguscht gsi u d Marian u i hei e Party gmacht zu däm spezieue Tag! D´Marian het Fründe zum Znacht iglade u i ha Züpfe, Fondue, Bratwürscht u 1. Ouguschtwegge gmacht! Züpfe z ässe u o Fondue isch eifach mega fein gsi, dame das hei niene cha choufe isches dopplet so guet gsi wi Deheime gsi u aui heis mega gärn gha! So richtigs Brot gits hie nämmlech nid! Mir hei e super schöne 1. Ouguscht gfiret u drum hani gar nid müesse hei weh ha! Ja i weis dasi hie am richtige Platz glandet bi u freue mi jedä Tag öppis neus z erläbe.

Du hast der Schweiz für 1 Jahr den Rücken gekehrt. Fiel dir diese Entscheidung schwer?
Iz bin ischo 11 Mönet hie u d Zit isch wi im flug umegange! Mängisch chunntsmer so vor wi we d Wuche eifach so näbe mir düre düse u i gar nid gnue Zit ha zum aues mache woni no wet! Es isch ufaufäu immer no aues wunderbar hie u i wetti gar nüd a mim jetzige Läbe ändere oder mini Entscheidig hie häre z cho, rückgängig mache! Es isch immer no di beschti Entscheidig woni je ha gmacht i mim Läbe!!

Höhen und Tiefen hat das Leben, ...

... Höhen und Tiefen hat mein Au Pair Aufenthalt.

Begonnen hat mein Au Pair Aufenthalt gleich mit einem Tief. Und auch die nächsten Tage waren nicht einfach, da ich den Kindern noch völlig fremd war. Die beiden Mädchen Juliana und Alana (6 und 4 Jahre alt) gewöhnten sich schnell an mich, aber das einjährige Baby Cole schien sich gar nicht mit mir anzufreunden. Ich verstand, dass ich nicht auf Anhieb sein Vertrauen gewinnen konnte, da er seine Bezugsperson, das vorherige Au Pair gerade “verloren” hatte.

Doch ich stellte mich dieser Herausforderung, auch wenn ich nach meinem ersten neunstündigen Tag den Tränen nahe war, da das Baby nur schon geschrien und geweint hat, wenn ich ihn aus der Ferne betrachtet habe. Hier war viel Geduld und Durchhaltevermögen gefragt, denn dieses Abenteuer habe ich  mir ausgesucht und ich wollte es auch erfolgreich beenden.

Mein Durchhaltevermögen hat sich gelohnt, denn schon nach wenigen Wochen haben mich alle ins Herz geschlossen und ich fühlte mich wie ein richtiges Familienmitglied. Ich war auf Familienzeichnungen und blickte in traurige Gesichter, wenn ich in meiner Freizeit aufgrund anderen Plänen nicht an Familienaktivitäten teilnehmen konnte. So schnell kann aus einem Tief ein Hoch werden.

Ich lebe in Pennsylvania, in einer Gegen wo Sängerin Pink aufgewachsen ist. Von hier aus sind es 45 Minuten nach Philadelphia oder zwei Stunden nach New York. Da ich Amerika entdecken möchte, versuche ich so viel zu reisen wie möglich. Neben New York und Philadelphia war ich auch schon in Boston, Atlantic City, Ocean City, Washington D.C. Weitere Städtetrips werden aber noch folgen.

Den “American Way of Life” ist einfach nur amazing. Die ganze Kultur und die Lebensart ist spannend und Dinge, die man vorher nur aus Filme kannte, werden plötzlich Realität. Bis jetzt habe ich schon vieles erlebt und freue mich immer wieder auf Neues. Ein Jahr hört sich zuerst lange an, doch wenn man mal hier in den USA ist, vergeht die Zeit wie im Flug.

Bei einer amerikanischen Familie zu leben ist etwas ganz anderes als nur hier Urlaub zu machen oder eine Sprachschule zu besuchen, denn du lernst den richtigen ”American Way of Life” kennen. Ich kann dieses Abenteuer jedem einzelnen empfehlen, der eine unvergessliche Lebenserfahrung machen will. Denn ich kann sagen; ich bereue keine Sekunde die ich hier bin.

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Eine unvergessliche Zeit in Amerika

Hallo zusammen! Mein Name ist Claudia Oppliger, ich bin 21 Jahre alt und lebe nun seit zehn Monaten in Amerika, genauer gesagt in San Francisco. Meine Gastkinder heissen Aurelia und Thales. Sie sind Zwillinge und ein Jahr und zwei Monate alt. Die beiden sind mir sehr ans Herzen gewachsen.

Die Entscheidung ein Jahr nach Amerika zu gehen und als Au Pair Erfahrungen zu sammeln kam ziemlich spontan. Ich war im letzten Jahr meiner Berufsausbildung (Fachfrau – Betreuung) und wusste nicht genau, was ich mit meiner Zeit nach der Lehre anstellen sollte. Ich wusste, dass ich gerne ins Ausland gehen und etwas Erlebnisreiches unternehmen möchte. Durch eine Freundin, welche ein Au Pair war, kam ich in Kontakt mit Cultural Care Au Pair. Die Berichte die ich las, machten mich neugierig und ich meldete mich für einen Informationstag an.

Nun bin ich hier in San Francisco und kann es oft nicht glauben, dass schon zehn Monate vorbei sind. Nach dem sechsten Monat hatte ich mich entschieden meinen Aufenthalt zu verlängern. Die Chance Englisch zu lernen, an ein College zu gehen und so viele neue interessante Bekanntschaften zu machen ist einfach einzigartig. Ich konnte während diesen zehn  Monaten so viel profitieren, einfach unglaublich.

Es erfüllt mich mit Stolz, sagen zu können: “Hey -  ich hab es geschafft mir ein „neues“ zu Hause aufzubauen, neue Freunde zu finden und mich in schwierigen Situationen nicht fallen zu lassen.“

Nur die ersten paar Tage waren komisch, denn alles war so neu. Eine total andere Familie, eine neue Umgebung und so weit weg von zu Hause. Doch ich konnte mich schnell umstellen und war sofort im amerikanischen Alltag mit dabei. Mit dem Auto in die Schule fahren, Smalltalk mit  den Leuten im Supermarkt und Pancakes zum Frühstück essen. Es sind alles kleine und doch wiederum grosse Unterschiede, die das Leben in Amerika, im Vergleich mit der Schweiz ausmachen.

Ich hab viel gelernt und die Zeit hat mich reifer gemacht. Ich würde jedem empfehlen, diese Chance zu nutzen und sich ein eigenes, unvergessliches Jahr in Amerika zu „gönnen“.
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My Life As An Au Pair

Schon in ein paar wenigen Wochen ist mein Aufenthalt als Au Pair zu Ende! Als wäre es gestern gewesen, wo ich in New York ganz nervös aus dem Flieger gestiegen bin und mit vielen weiteren Au Pairs die ersten Eindrücke im Bus nach Long Island verarbeiten konnte.

Ein bisschen kann ich sogar lachen über meine Angst vor dem ersten Treffen mit meiner Gastfamilie. Und heute, elf Monate später, kann ich mir kaum vorstellen hier wieder wegzugehen. Nicht nur, dass man sich total an das Leben als Au Pair in einem fremden Land gewöhnt, man nennt es plötzlich auch sein zweites zuhause. So habe ich in meinem Englischkurs am College Leute von überall aus der Welt kennengelernt und neben meinen vielen amerikanischen und Au Pair Freunden auch ein super Volleyballteam gefunden.

Ein bisschen musste ich mich aber schon an das Leben hier mit meinen 3 aktiven Jungs und einem Hund gewöhnen. Öffentliche Verkehrsmittel kennt man hier auf dem Land, wo ich wohne, kaum. So hat jeder 3 bis 4 Autos vor dem Haus stehen, denn zum nächsten Einkaufsladen geht es schon mal eine gute Viertelstunde. Mit ein paar kreativen Ideen wird das aber zu keinem Hindernis. So habe ich in den letzten Monaten zwar nicht viele Bücher gelesen, mir jedoch jenste per Audiobuch im Auto angehört!

Besonders beeindruckt haben mich die Feiertage in den Staaten. Weihnachten ist hier ganz anders und wird richtig intensiv gefeiert, wie auch Thanksgiving und Halloween. Allgemein scheint es, als leben die Amerikaner ganz in ihrer eigenen Welt und sind mit ihrer Liebe zum eigenen Land schon ein sehr spezielles Volk, was von Aussen betrachtet aber sehr interessant ist. Der Amerikaner ist ein sehr offener Mensch und so kommt es, dass man an der Kasse ohne Hemmungen auf das gerade gekaufte Buch angesprochen wird und so in eine nette Diskussion verwickelt wird.

Mein Alltag besteht grundsätzlich daraus, die Kinder für die Schule fertig zu machen, Lunch zu packen und sie zum zu Bus bringen. Während des Tages, wenn meine Jungs in der Schule hart arbeiten, geniesse ich die Stille im Haus und treffe mich mit anderen Au Pairs zum Frühstück bei Starbucks oder zum Tennis spielen. Wenn die Kids am Nachmittag mit dem Bus zurückkommen, stehen erst mal Hausaufgaben und Lernen für Prüfungen an, bevor wir uns dann lustige Spiele ausdenken bis meine Gasteltern nachhause kommen. Während den Sommerferien plane ich Aktivitäten die uns allen Spass machen, so gehen wir schwimmen, Eis essen, spielen Lasertag und treffen andere Au Pairs im Park.

Maryland ist vielleicht nicht der aufregendste Staat, er bietet jedoch die perfekte Ausgangslage für Wochenendreisen. So habe ich neben Washington DC und Baltimore, die gleich ums Eck liegen, Chicago, Florida, Boston, Virginia, New York und einen Teil der Westküste besucht! Mit meinem ersparten Lohn konnte ich die meisten dieser Reisen finanzieren. Natürlich kam auch das Shoppen nicht zu kurz!

Ich empfehle einen Aufenthalt als Au Pair jedem, der gerne mit Kindern umgeht, sein Englisch verbessern und jede Menge neue Städte entdecken will. Es bietet die perfekte Möglichkeit das richtige amerikanische Leben kennenzulernen. So ganz auf sich alleine gestellt, wird man schnell selbstständig und offen gegenüber anderen Kulturen und Einstellungen. Dazu kommt, dass man neue Leute von überall aus der Welt trifft. Durch das Leben in der Gastfamilie bietet sich auch die Möglichkeit mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und Sachen zu erleben, die man als Tourist vielleicht nie gesehen hätte. Das Leben als Au Pair ist etwas ganz Spezielles, nicht immer einfach und doch so aufregend und anders, dass man es kaum noch missen möchte, wenn die Rückkehr in die Schweiz ansteht. 
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Live your Dream

Ich weiss gar nicht, mit was ich anfangen soll. Es passiert im Moment so viel in meinem Leben. Vor ein paar Jahren hätte ich mir nie erträumt, dass ich mal die Möglichkeit bekomme, in die grosse weite Welt hinaus zu gehen!
Aber mal ganz von vorne: Mein Name ist Melanie. Ich komme aus einem kleinen Dorf im schönen Kanton Luzern und habe vor 12 Monaten das Dorfleben gegen das Grossstadtleben in Boston, Massachusetts, eingetauscht.

Ihr fragt euch sicher wie ich dazu gekommen bin. Vor einigen Monaten war es für mich klar, dass ich den grauen Alltag hinter mir lasse wollte und etwas ganz Neues ausprobieren möchte. Die unbegrenzten Möglichkeiten von Amerika haben es mir schon immer angetan und deshalb wusste ich, es muss in die USA gehen. Nach langem überlegen, ob Sprachaufenthalt oder Au Pair Aufenthalt, haben mich die vielen Möglichkeiten eines Au Pair Aufenthaltes überzeugt. Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich das erste Mal nervös vor dem Laptop gesessen bin und mit meiner zukünftigen Gastfamilie geskypt habe. Trotz den ca. 6000 km Entfernung konnte ich die warme Atmosphäre zwischen uns sofort spüren. Ab diesem Zeitpunkt war es klar, dass ist DIE Familie und ich möchte das nächste Jahr auf die Zwillinge Luke und Isaac (3 Jahre) und Eleri (5 Monate) aufpassen.

Am 26. März 2012 ging das Abenteuer los. Die ersten Tage war ich mit anderen Au Pairs aus der ganzen Welt in der Training School, wo wir einen Einblick ins Au Pair leben bekommen haben. Das Highlight war der Ausflug zum Big Apple. Am 5. Tag ging es dann ab zur Gast Familie. Als ich die erste Umarmung von den Boys Isaac und Luke bekommen habe, fühlte ich mich sofort wie zu Hause.  Jetzt bin ich schon über 12 Monate hier und das Gefühl ist immer noch das Gleiche. Meine Gast Familie nimmt mich überall mit hin und bezieht mich sehr in Ihr Familienleben mit ein.  

Von Montags bis Freitags schaue ich immer auf die kleine Eleri am Morgen auf. Ich starte meistens um 8:00 und dann geht Eleri um 8:30 für ein kleines Schläfchen ins Bett um 10:00 wecke ich sie dann immer auf und wir gehen aus dem Haus. Sie ist so süss und es ist ein unbeschreibliches Gefühl, sie aufwachsen zu sehen. Ich durfte Ihre ersten Schritte miterleben, danach kamen ihre ersten Zähne und bald werden Ihre ersten Worte kommen. Seit 3 Wochen gehe ich mit ihr zu einem Zeichensprachunterricht, der Unterricht hilft uns, dass wir jetzt schon mit einander kommunizieren können, auch wenn sie noch nicht reden kann. Ich mache auch viele andere Aktivitäten mit ihr. Wir gehen wöchentlich zu einer Storytime in der Bibliothek, dann gehen wir auch sehr viel zum Kinder Museum “das ist ein grosses Gebäude, voller Spielsachen und Klettermöglichkeiten”und natürlich auf den Spielplatz. Um 2:30 Uhr holen wir dann immer zusammen die Jungs im Kindergarten ab. Wir verbringen die Nachmittage auf dem Spielplatz oder basteln/backen etwas zusammen bis Trudy “Mutter” um 17:00 nach hause kommt. Ich hätte mir nie erträumen lassen, dass die Kinder mir so ans Herz wachsen und deshalb freue ich mich sehr, dass ich noch die Chance bekommen habe, 6 Monate zu verlängern. 

Es gibt hier super viel zu erleben. Ich plane ständig neue Trips und Abenteuer. Boston ist einfach eine unglaublich schöne Stadt und die Lage an der Ostküste ist genial. Wenn ich Lust haben, kann ich jedes Wochenende im Sommer an den Strand gehen oder einen Wochenendtrip nach New York City machen, weil es so nahe ist. Toronto liegt nur ca. 1.5 Flugstunden entfernt, dadurch war es mir auch möglich Kanada zu erkunden. Das Beste an meinem Trip nach Toronto war, dass ich mit meiner Cousine gehen durfte. Wir hatten super viel Spass in Toronto und ich habe es total genossen, sie wieder zu sehen. Im Juli war ich nicht nur in Toronto, sondern wir hatten auch noch Familienferien. Es ging mit der ganzen Familie ab nach Road Island ans Meer, wo wir den 4th of July gefeiert haben “nationaler Feiertag”. In unseren Familienferien hatten wir ein Wurstfest, wir sind extra zu einem Schweizer Metzger gegangen und haben typisch schweizerische Sachen eingekauft. Ein anders Highlight im Juliwar auch der Cirque du Soleil. Das ist ein Zirkus mit einer verzauberten Akrobatik Show, wo nur ganz selten in die Stadt kommt.

Ein spezieller Event war natürlich der 1. August. Ich habe für meine Gastfamilie ein spezielles Schweizer Grillfest gemacht und wir haben den 1. August zusammen gefeiert. Jeder hat es genossen. Im August ging es für 3 Tage nach Chicago. Chicago ist eine schöne Stadt mit einem unglaublich grossen See. Ich und meine Au Pair Kollegin Anika, durften viele schöne Sachen sehen und eine Flugshow gab es an dem Wochenende auch noch.

Nach dem Wochenende in Chicago, durfte ich meinen Geburtstag feiern. Es war total speziell mein Geburtstag in Boston zu feiern, meine Gastfamilie hat sich super viel Mühe gegeben um mein Geburtstag ganz speziell zu machen. Die vielen Geschenke und Grüsse aus der Schweiz haben mein Geburtstag noch schöner gemacht! Durch die Distanz schätzt man jede kleine Nachricht um so mehr.

Nach meinem Geburtstag ging es nicht mehr lange und da war der September auch schon da. Im September habe ich die letzten warmen Tage genossen und bin noch so oft wie möglich an den Strand gegangen. Der grösste Event im September, war aber ganz klar der Schulstart für die beiden Jungs. Seit die Jungs in der Schule sind, ist es zu Hause schon viel ruhiger. Meine ersten 5 Monate war ich von Montag bis Freitag immer mit den 3 Kids zusammen. Andere Highlights waren, das professionellen Baseballspiel von den Red Sox, Harvard Football Game und der Besuch vom Themen Park Six Flags. Wer noch nie im Six Flags war, weis nicht was Achterbahnen sind=)

Der Oktober war auch ein Monat in dem ich richtig viel Erleben durfte. Mein Highlight von den vergangenen Monaten war sicherlich mein erster Besuch aus der Schweiz.  Ich war richtig stolz Boston zu zeigen, unteranderem waren wir an einem professionellen Basketball Game von den Boston Celtics. Wir haben den höchsten Aussichtspunkt von Boston bestiegen “ Prudential Tower”, ich habe ihr die Harvard Universität gezeigt. Wir haben ein amerikanisches Kino besucht und sind in Boston downtown rumgelaufen. Sie durfte auch das Aquarium sehen und natürlich waren wir ein paar mal in verschiedenen Restaurants für Abendessen und ein paar Drinks. Was ich natürlich nicht vergessen darf war die Blue Man Group Show. Ich wollte natürlich Ihr nicht nur Boston zeigen, deshalb ging es übers Wochenende noch ab nach Washington DC. DC ist eine ganz besondere, wunderschöne Stadt, das Weisse Haus gibt der Stadt eine besondere Atmosphäre, die ganzen Museen und Denkmälern von all den Kriegen und Präsidenten sind sehr interessant. 

Ende Oktober stand schon Halloween schon vor der Tür . Meine Gast Familie und ich haben zusammen Kürbisse geschnitzt und Halloweenkostüme gemacht. Kurz bevor Halloween hat uns noch Hurricane “Sandy” überrascht und dadurch hatten meine Gasteltern noch eine Zwangspause die wir für die Kostüme nutzen konnten.  Am 31. Oktober waren wir alle zusammen auf der Strasse um Süssigkeiten zu sammeln. 

Ein Augenzwinkern später war dann auch schon wieder November. Wie in der Schweiz, ist es in Boston kalt geworden und wir haben alle unsere Winterjacken raus genommen. Weil die Tage jetzt viel kürzer sind und es kälter ist, verbringen wir meistens die Nachmittage zu hause und basteln zusammen. Ich wusste gar nicht, dass ich so kreativ bin =). 

Ende November feiern die Amerikaner das Thanksgiving-Fest. Das ist ein nationaler Feiertag und für die meisten, wichtiger als Weihnachten. Über die Thanksgiving Tage sind wir alle zusammen nach South Carolina zur Familie von meinem  “Host Dad” geflogen. Ich durfte ein typisch amerikanisches Thanksgiving feiern mit einer riesigen Familie. Den Rest der Ferien haben wir beim Grossvater verbracht, der Grossvater lebt direkt am Meer und wir durften auch einmal mit dem Boot raus. Ein anderes Highlight war, dass wir in ein Wildlife Ressort gegangen sind um frei lebende Alligators gesehen haben. Es ist unbeschreiblich, wie schön und zum Teil unberührt die Landschaft in South Carolina ist und wir genossen 20 Grad im November. Mein neues Lieblingsessen seit diesen Ferien sind Crevetten, wir durften fast jeden Abend frisch gefangene Crevetten essen. Mein Mami kann sich schon darauf vorbereiten, dass ich mehr Crevetten esse, wenn ich wieder nach Hause komme. 

Kaum zu glauben das, dass ein Jahr schon wieder vorbei ist. Über Weihnachten waren wir wie gesagt in Michigan. Das neue Jahr  habe ich in Miami gestartet. Die drei Tage anschliessend auf den Bahamas versüßten das ganze noch mehr. Wie ihr also sieht, wird es mir nie langweilig in den USA. Ich bin überglücklich dass ich 6 Monate verlängert habe und noch bis zum September 2013 in den USA bleiben kann.

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