Neuigkeiten & Angebote: Corina goes Chicago

Corina aus der Nähe von Zürich hat im April 2010 ihr grosses Au Pair Abenteuer in Chicago angetreten. Lies was sie uns aus den USA schreibt: 

Mein Name ist Corina und ich bin 19 Jahre alt. Seit knapp zwei Monaten lebe ich bei meiner 5-köpfigen Gastfamilie im Norden des Bundesstaates Illinois, in einem Vorort von Chicago.

Wenn ich 8 Monate zurück denke, habe ich mich gerade dazu entschlossen, dass ich jetzt endlich Nägel mit Köpfen mache. Meine Entscheidung stand schon lange fest, ich musste nur anfangen… Also ging ich zum Infotreffen von Cultural Care Au Pair, hab meine Bewerbung geschrieben und alles eingereicht. Während dem Vermittlungsprozess mit einer Gastfamilie hat Cultural Care bei mir sehr gute Arbeit geleistet. Im Januar 2010 hab ich meine passende Familie gefunden und ich musste nur noch bis zur Abreise warten.

Im April gings dann endlich los. Mit gemischten Gefühlen und voll gepackten Koffern fuhr ich zusammen mit meiner ganzen Familie zum Flughafen. Der Abschied war schon etwas hart, aber die ganze Vorfreude und Aufregung war grösser! Die erste Woche in den USA hab ich mit 60 anderen Au Pairs aus der ganzen Welt in der Training School auf Long Island, NY verbracht. Wir haben viel über die amerikanische Kultur, Kindererziehung und unser kommendes Jahr gelernt und es haben sich schon viele Freundschaften gebildet. Am Donnerstagnachmittag fuhr dann die ganze Gruppe nach New York City um die Stadt zu erkunden. Dann stand der Freitag bevor… Der Tag an dem man endlich seine neue Familie persönlich trifft. Alle waren nervös! Auf das erste Treffen. Die Reaktion der Kinder. Wie sagt man „Hallo“? Schüttelt man die Hand oder werden wir umarmt? Was spricht man auf dem Weg vom Flughafen nach Hause und und und…

Dieser Freitag war für mich der Beginn einer wunderbaren Zeit. Die ganze Gastfamilie hat mich am Flughafen empfangen und alle haben mich umarmt. Die Fahrt zur neuen Heimat war überhaupt nicht unangenehm – etwas laut, weil alle Kinder mir Geschichten erzählt haben – aber ich habe es genossen. Meine Ankunft wurde auch gleich mit einem gemeinsamen Abendessen in einem typischen amerikanischen Diner mit Cheesburgern gefeiert.

Ich lebe hier in einem nordwestlichen Vorort von Chicago mit meinen Gasteltern Roger und Lori und den Kindern Ethan (12 J.), Emma (9 J.) und Norah (6 J.). Die Familie ist sehr aktiv und vor allem sportbegeistert. Jedes Kind übt mindestens zwei verschiedene Sportarten aus und wir sind immer beschäftigt. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn ich Fehler beim Sprechen mache und somit verbessern sich meine Englischkenntnisse täglich. Ich bin ein neues Mitglied dieser Familie geworden und sie teilen alles mit mir. Wir gehen zusammen zu Fussballspielen der Kids, zum gemeinsamen Nachtessen, zu Baseballspielen der Chicago Cubs oder wir besuchen gemeinsam Verwandte. Diesen Monat nehmen sie mich sogar mit nach Washington D.C., worauf ich mich sehr freue. Ich hatte einen sehr guten Start, aber es gab und gibt auch Dinge, die es einem schwerer machen: Ich bin eine neue Person im Haushalt und natürlich suchen die Kinder ihre Grenzen. Eines der Mädchen ist gehörlos zur Welt gekommen und kann nur dank Hörgeräten etwas verstehen. Dadurch, dass sie sich selber kaum hört, ist ihre Aussprache auch nicht die Beste. Meine Vorgängerin hat fast 2 Jahre mit dieser Familie gelebt und ich werde dadurch viel mit ihr verglichen. Doch man vergisst all die Dinge, wenn man nach einem Tag in der Stadt nach Hause kommt und alle sich freuen, dass man wieder zu Hause ist oder wenn die kleine Norah weint, weil ich im Herbst für eine Woche in den Urlaub fahren werde. Es macht mich stolz, wenn ich die Prinzessinnen, die ich für die Mädchen gemalt habe, an ihren Zimmertüren kleben sehe. Es sind all die kleinen Sachen, die die Tage perfekt machen!

In den knapp zwei Monaten habe ich aber auch viel ausserhalb des Hauses gelernt. Ich bin immer wieder überwältig. Von den grossen Autos, den grossen Häusern, den grossen Schulen, der grossen Umgebung und so weiter. Dank meinem LCC habe ich viele andere Au Pairs aus meiner Gegend kennen gelernt und wir verbringen zusammen unsere Freizeit. Es kommt sehr viel Neues auf einem zu. Neben dem neuen Zuhause, den neuen Leuten und der neuen Alltagssprache gibt es auch ganz neue Masseinheiten, neue Temperaturen und vor allem neue Verkehrsregeln. Mittlerweile finde ich mich jedoch auch auf den amerikanischen Strassen gut zurecht und ich hab mich an fast alle Differenzen zu den schweizerischen Verkehrsregeln gewöhnt.

Jeder Tag bringt neue Erlebnisse und ich geniesse alles in vollen Zügen. Auch wenn ich immer noch am Anfang meines Au Pair Jahres bin, habe ich schon so viel gelernt und bereue nichts. Heute ist gerade ein besonderer Tag: Es ist Anfang Juni und heute ist der letzte Schultag meiner Kinder vor den langen Ferien. Ich freue mich sehr auf den Sommer mit ihnen und ich denke er wird sehr viele schöne Wochen bringen.

Bald werde ich wieder von meinem neuen Leben hier berichten und ich hoffe ich konnte euch das Au-Pair-Sein schon mal etwas schmackhaft machen.

Liebe Grüsse aus dem Prairie State,
Corina


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