Corinne Gasser aus der Nähe von Sursee startete ihr Abenteuer als Au Pair letzten Sommer und berichtet seitdem regelmässig aus Tampa, Florida, wo sie in einer Gastfamilie mit 3 Kindern lebt. Saying good bye is so hard (August 2010) Es sind schon wieder Monate seit meinem letzten Bericht vergangen und ich kann es immer noch nicht glauben, dass mein Au Pair Jahr schon vorbei ist. Gestern war mein letzter Arbeitstag und glaubt mir, es kommt allen Aupairs, mit denen ich gesprochen habe, überhaupt nicht wie ein ganzes Jahr vor. (März 2010) Ich mag mich noch genau an das Telefongespräch erinnern, das ich so ziemlich vor genau einem Jahr mit meiner jetzigen Gastmutter geführt habe. Sie hat mich damals gefragt, ob ich schnell Heimweh bekomme, womit ich sofort mit nein geantwortet habe. Noch nie war ich jemand, der damit zu kämpfen gehabt hat, sich in einem neuen Umfeld einzunisten und damit umzugehen, die Familie und Freunde halt mal für eine gewisse Zeit nicht zu sehen. Daher konnte ich mir nicht vorstellen, dass mir Heimweh im Au-Pair-Jahr Mühe bereiten könnte. Bis vor Kurzem habe ich auch immer geschmunzelt, wenn mich jemand gefragt hat, ob ich homesick bin, denn trotz dessen, dass ich manchmal mein Zuhause ein wenig vermisse, hatte ich noch nie den Drang verspürt, unbedingt zurück in die Schweiz zu müssen. Doch diesen Monat habe ich für ein paar Tage eine Kollegin in Madison, Wisconsins, besucht. In der Nähe ist New Glarus, ein Dorf, dass vor ein paar Jahren von Schweizern gegründet wurde. Dies stand ganz oben auf der Liste, was ich auf diesem Trip alles unternehme will. Als ich in den Läden in New Glarus herumgestöbert bin, ist mir das Wasser nur so im Munde zusammengelaufen. Mir war es irgendwie gar nie so bewusst geworden, wie viele Esswaren man nur in der Schweiz bekommt. Ich habe viel zu viel Geld für Schokolade, Ricola, Suppenbeutel, Brot, Gebäck, Würste, Käse, Rivella und so weiter ausgegeben. Als wir Lunch in einem Schweizer Restaurant gegessen haben, hatte ich Rösti mit Spiegeleiern bestellt. Diejenigen, die mich besser kennen, sind nun wahrscheinlich am lachen, da ich niemals wirklich der Schokoladenfanatiker war und schon gar nie Würste gegessen habe. Wann ich das letzte Mal Rivella in der Schweiz getrunken habe, kann ich mich gar nicht mehr erinnern und Suppe habe ich gerade mal nach einem Tag im Schnee gekocht. Als ich mit all meinen Esswaren schlussendlich wieder in Florida zu Hause war, haben meine Gasteltern nur gelacht und gesagt, dass da jemand doch ein bisschen Heimweh habe. Ich denke sie haben recht, wenn es auch eine ziemlich angenehme und schmackhafte Art von Heimweh ist. Daher behaupte ich, dass jedes Au Pair irgendwie Heimweh bekommen wird, wenn auch jeder auf seine und zum Teil sehr unscheinbare Art und Weise. (Februar 2010) Hast du schon einmal gedacht, dass ein Jahr in Amerika sehr lange sein könnte? Glaube mir, es geht alles viel zu schnell vorbei. Die Zeit rast nur so vorüber. Sogar die eigentlich monatlichen Berichte für Cultural Care sind völlig ins Vergessen geraten. Es ist vieles geschehen. Ich fühle mich nun so richtig in Tampa zuhause und es ist ein komisches Gefühl, wenn ich mir überlege, dass ich dies alles einmal zurücklassen muss. Halloween in Amerika war crazy. Ich frage mich wirklich, warum wir das nicht in Europa feiern. Wirklich alle sind verkleidet….sogar mein Nachbarshund musste als Hot-Dog hinhalten. Dann kam das Weihnachtsfest. Ich dachte immer, dass dies spätestens derjenige Festtag ist, wo ich Heimweh bekomme, doch es war nicht der Fall. Im Gegensatz, ich habe mich so richtig als Familienmitglied gefühlt. Die ganze Verwandtschaft kam nach Florida und es war unvergesslich. Wir dekorierten zusammen den Weihnachtsbaum, haben zusammen Cookies gebacken, ich war so richtig stolz als ich „meine“ Kinder im Kirchenchor singen sah und das Festessen war delicious. An Silvester realisierte ich so richtig, dass es eigentlich schon fast Halbzeit ist. Glaubt mir, die 6 Monate kamen mir beinahe wie die 6 Wochen Sommerferien vor. Es ist unglaublich. Unterdessen haben mich die Gasteltern auch gefragt, ob ich verlängern will. Ich habe die Entscheidung noch nicht gefällt, doch irgendwie möchte man die USA nicht in dem Moment verlassen müssen, wenn man sich gerade so richtig eingelebt hat. Die Kinder sind einem so richtig ans Herz gewachsen, man hat Freundschaften geschlossen und kennt die Geheimtipps der Umgebung. Ich kann eigentlich nicht viel mehr sagen, als dass ich immer noch finde, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war, hierher zu kommen. (Oktober 2009)Alle Posts von Corinne:
Ricola, Rivella und andere Schweizer Leckereien
Wo ist die Zeit nur geblieben?
Jeder Tag steckt voller Abenteuer
Corinnes 1. Monat in den USA Abschiedsessen vom 5. Juli 2009 Unsere "Good-bye-Party" Gewinnerin steht fest! Saying Good Bye is so hard!
Ich habe mich entschieden, nicht zu verlängern. Jedoch nicht, weil mir das Leben als Au Pair nicht gefallen hat. Im Gegensatz, in dieser Hinsicht wäre ich sehr gerne ein weiteres Jahr geblieben. Wenn ich mich daran erinnere, wie ich mich gefühlt habe, kurz bevor ich mich in die USA begeben habe, dann sind meine Gefühle nun ähnlich. Man schlägt Wurzeln nach einem Jahr, knüpft enge Freundschaften und gewöhnt sich an den amerikanischen Lebensstil. Aus diesem Grund sehe ich es wieder wie ein Neuanfang, zurück in die Schweiz zu gehen.
Mir wird bewusst werden, wie sehr ich mich weiter entwickelt und wie ich mich verändert habe. Ich bin mir auch sicher, dass es auch Veränderungen in meinem alten Umfeld gegeben hat. Ich bin total davon überzeugt, dass ein Au Pair Jahr nicht einfach nur deine Englischkenntnisse verbessert, sondern man eine enorme Entwicklung durchmacht; in unterschiedlicher Hinsicht. Man geht Höhen und Tiefen durch, knüpft neue Freundschaften, ist auf sich alleine gestellt, sieht eine andere Lebensart und plötzlich ist der Gedanke, täglich wieder in die Schule zu gehen komisch, während es zu Beginn ungewohnt war, jeden Tag die volle Verantwortung über Kinder zu haben.
Es war die beste Entscheidung, dieses Jahr zu machen und ich kann eigentlich nur Folgendes sagen: "How lucky I am to have something that makes saying goodbye so hard!"Ricola, Rivella und andere Schweizer Leckereien
Wo ist die Zeit nur geblieben?
Jeder Tag steckt voller Abenteuer
Wenn man sich in der Ferne wie zuhause fühlt…Es plötzlich ein komisches Gefühl ist, schweizerdeutsch zu sprechen…Und trotzdem jeden Tag unzählige neue Sachen erlebt…
Ich bin nun schon über zwei Monate in den Staaten und es kommt mir zwar immer noch vor, als sei ich erst gestern angekommen. Doch wenn ich zurückblicke, wie ich mich am Anfang an das Neue gewöhnen musste, sehe was für Veränderungen ich bereits durchgemacht habe und ich schon alles erlebt habe, dann realisiere ich, wie die Zeit vergeht. Oder wie man in Englisch sagen würde; how time flies!
Es ist wirklich einiges geschehen. Ich habe einen Trip in den nördlichen Teil von Florida gemacht, sah Delfine und Alligatoren und hatte die Gelegenheit am Eröffnungsspiel der Footballmanschaft Buccaneers dabei zu sein. Auch mit den Kindern habe ich vieles erlebt. Wir haben Rasseln und Trommeln gebastelt, kleine Ausflüge unternommen und unzählige Games wie „Run away from Corinne“ in die Welt gesetzt. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich bei diesem Spiel ins schwitzen komme, wenn man bedenkt, dass der Spielplatz riesig und voll von Kindern ist. Es ist auch schön zu sehen, dass nicht nur ich Veränderungen durchmache und täglich Neues lerne, sondern sich auch bei meiner Hostfamilie etwas verändert. Der Zweijährige hat gelernt, wie man die Treppe benützt, die Kids räumen nun ihr Spielzimmer selbständig auf und finden immer mehr Gefallen an Outdoor-Aktivitäten.
Kurz und bündig or brief and succinct; jeder Tag steckt voller Abenteuer!
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Corinnes 1. Monat in den USA (August 2009)
Wenn man sich wünscht, endlich einmal selbständig zu sein…Wenn man sich wünscht, jeden Tag eine grosse Verbesserung im Englisch zu sehen…Wenn man sich wünscht, mehr Mut zu haben, um über den eigenen Schatten zu springen…
…dann ist ein Au Pair Jahr genau das Richtige. Ich bin nun einen Monat in den Staaten und ich sehe jetzt schon, was für eine Entwicklung ich durchgemacht habe. Nur schon in der Einführungswoche der Au Pair Schule auf Long Island hat sich vieles verändert. Plötzlich spricht man nur noch Englisch und der Freundeskreis wird multikulturell. Doch das richtige Abenteuer beginnt nach der ersten Woche in der Au Pair Schule. Ich stand zum Beispiel alleine am Flughafen und wartete vergebens auf meine Hostmum. Es braucht im ersten Moment Mut, sich an das Flughafenpersonal zu wenden und ihnen in einer fremden Sprache das Problem zu schildern, doch wisst ihr was? Die Amerikaner sind ein so hilfsbereites Volk, dass sie dir gleich ihr Handy geben, um die Hostmum anzurufen und mit dir auf sie warten. Es ist auch ein schönes Erlebnis, wenn man sieht, wie die Kinder dich immer mehr in ihr Herz schliessen und man ein richtiger Teil einer amerikanischen Familie wird. Ich geniesse es richtig, wenn ich aufstehe und drei kleine Kinder bereits am Morgen mein Shirt mit Peanutbutter und Jelly bekleckern, weil sie dir freudig um den Hals springen, um guten Morgen zu sagen. Doch es gibt auch ein Leben neben nach der Arbeitszeit und es ist ein tolles Gefühl, wenn man dann unabhängig mit dem Auto ins Fitnesscenter oder zu einem Kaffee mit Freunden aus der ganzen Welt fahren kann und man nicht mehr verloren geht auf den amerikanischen Strassen. Das sind alles Sachen, die man in den ersten Wochen besonders wahrnimmt. Doch ich könnte hier unzählig viele Dinge aufzählen, die sich verändern, wenn man das Au Pair Jahr in Angriff nimmt, wenn man nur schon bedenkt, dass Celcius zu Fahrenheit, ein Liter zu einer Gallone, die Apfelbäume zu Palmen und eine Stunde Autofahrt zu einem Katzensprung werden.
Kurzum, ich kann jetzt schon sagen, dass es die beste Entscheidung war, mich an diesem Programm von Cultural Care anzumelden.
Abschiedsessen vom 5. Juli 2009
schon lange darauf freut…
…und aus diesem Grund, wollte ich all meine engsten Freunde noch zu einem gemütlichen (Abschieds-)Essen zu mir nach Hause einladen. Da auch ich bald in meinem Jahr als Au-pair in Florida oft mit Neuem konfrontiert werde, habe ich verschiedene ausländische Gerichte- hauptsächlich aus Asien- gekocht. Meine Zweifel, ob allen die unbekannten Gerichte schmecken werden, verflogen schnell, da alle mehrmals nachschöpften und am Schluss die Pfannen und Kochtöpfe leer waren. Der Aufwand, so viele verschiedene Sachen zu kochen, hat sich mehr als gelohnt. Denn es war ein witziger, wunderschöner und unvergesslicher Abend. Ich danke Culturalcare, dass sie mir dieses Abschiedsessen ermöglicht haben, denn auch wenn das Abschied nehmen nie leicht fällt, besser hätte es nicht sein können und ich kann mich nun voll und ganz auf das Jahr in Amerika freuen.
Unsere "Good-bye-Party" Gewinnerin steht fest!
Fotos und Berichte der Party - coming soon...
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