Neuigkeiten & Angebote: Ein Au Pair Jahr fördert deine Karriere

Seit einem Jahr ist Linda Wigger aus Biberist/BE von ihrem Au Pair Aufenthalt in New Hampshire zurück und bis heute denkt sie jeden Tag an ihre Zeit als Au Pair mit den 4-jährigen Drillingen und einem 8-jährigen Mädchen zurück. Mit ihrer Gastfamilie hat Linda ein zweites Zuhause auf Lebenszeit gefunden und nutzt jede freie Minute um sie in den USA zu besuchen.

Au Pair in den USA - ein Push für jede Karriere

Linda konnte von ihrem Zwischenjahr enorm profitieren. Dank ihrer hervorragenden Englischkenntnisse und internationaler Arbeitserfahrung fand sie sofort nach ihrer Rückkehr in die Schweiz einen super spannenden Job in einer internationalen Anwaltskanzlei. Lies wie der Au Pair Aufenthalt Linda geprägt hat und welche Abenteuer sie in 12 Monaten Amerika erlebt durfte.

Wie mir mein Au Pair Jahr für meinen Berufsweg geholfen hat

(September 2011)

Ich war knappe zwanzig Jahre jung, hatte soeben meine Lehre als Bankkauffrau abgeschlossen und entschied mich, einmal etwas komplett Neues auszuprobieren. Eine neue „challenge“ – eine neue Herausforderung anzupacken, einfach etwas ganz anderes. Ich liebe Kinder über alles, unterrichte und babysitte sie seit meinem zwölften Lebensjahr. Aus diesem Grund war mir sofort klar: „Ich werde Au Pair“. So kam es, dass ich schon bald alles hinter mir lies: Meine Freunde, meine Familie und eine Jobchance. Diese war sehr verlockend –doch ich sagte mir, wenn es wirklich sein muss, so werde ich diese wieder bekommen.

Ich reiste ab in die USA und ahnte nicht, dass dies das wertvollste, lehrreichste, abenteuerlichste und unvergesslichste Jahr meines Lebens wird. Nach einer Woche in der Au Pair School in New York, lernte ich meine Hostfamily kennen – und – of course – sie auch mich. Sie lernte mich als offene, herzliche, aufgestellte junge Frau kennen. Aber auch als eine junge Persönlichkeit mit ziemlich wenig Selbstvertrauen, die etwas scheu sein konnte, die alles extrem perfekt machen wollte – und die wollte, dass alles nach Plan lief – und wenn nicht, dann wurde ich nervös. Mit Drillingen und einem zusätzlichen Kind kann eben nicht immer alles nach Plan laufen =). Man muss spontan sein. Also wurde ich es. Ich lernte, dass man gewisse Dinge nicht steuern konnte und sie nehmen musste wie sie sind – aber man konnte immer noch versuchen das beste daraus zu machen. Ich kam viel unter Leute und lernte mein eigenes Ding durchzuziehen und mit jedem Tag wuchs mein Selbstvertrauen und die Scheue schmolz dahin. Ich lernte, dass es genügt wenn man sein Allerbestes gibt und dass das den Menschen um dich herum meist schon reicht und sie das meist schon als perfekt ansehne. Ich merkte wie ich mich extrem entwickelte. Nebst all den Erfahrungen, Erinnerungen, 1000 Fotos und Geschenken und Freundschaften kehrte ich mit viel mehr Selbstvertrauen, viel mehr Gelassenheit und Reife nach Hause. Ich fühlte mich erwachsen und ausgeglichen. Ich konnte fliessend Englisch sprechen und ich wusste nun, was ich wollte. Ich wollte in einem Job arbeiten wo ich all meine Stärken einsetzen kann, einen Job wo ich täglich Englisch sprechen und schreiben muss – einen Job der international ist.

Meine Jobsuche begann bereits in den USA. Ich sendete meine Bewerbungen per E-Mail und hatte sogar auch Vorstellungsgespräche per Telefon. Zurück in der Schweiz arbeitete ich schon nach zwei Wochen wieder temporär als Assistentin und suchte nebenbei nach dem perfekten Job. Die Jobsuche gestaltete sich einfacher als gedacht. Nun arbeite ich in Zürich als Anwaltsassistentin, habe einen Job der wie für mich gemacht ist – besser könnte es nicht sein.

Kürzlich fragte ich meinen Boss, wieso er mich ausgesucht hat und er meinte, dass er zwar jemanden gesucht hätte, der 25 oder älter wäre, doch dass er denke, dass jemand, der ein Jahr in den USA war und auf vier Kinder aufgepasst hat,  womöglich reifer ist und womöglich besser geeignet ist, als jemand, der 25 ist und einen solchen Schritt in ein anderes Land noch nicht gewagt hätte.

Ich habe den Entscheid, Au Pair zu werden bis heute nie bereut.

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Fast wie vor einem Jahr

(September 2010)

Rückblick; vor etwas mehr als 12 Monaten stapelten sich in meinem Zimmer in der Schweiz 3 superschwere Koffern und eine riesen Handtasche – grösser ging es wirklich nicht mehr – ebenfalls gefüllt mit unendlich vielen Dingen… Dinge, die mit mir den grossen weiten Ozean überquerten – die hier schnell ihren Platz fanden – hier in Amerika – meiner zweiten Heimat.

Ich verliess meine alte Heimat, wusste nicht was mich am anderen Ende des grossen „Teiches“ erwartet, wie viele Freunde ich kennen lernen werde, wie meine eigene kleine Welt aussehen wird, wie die Kinder und meine Hostfamily ist… All dass – und noch 1000 weitere kleine Fragen schwirrten damals in meinem Kopf herum.

Und nun – nach etwas mehr als einem Jahr, stapeln sich wieder Koffern – allerdings einige mehr, als noch letztes Jahr ;)… Was sich doch so alles ansammelt während einem ganzen Jahr! Und wieder schwirren unendlich viele Fragen in meinem Kopf herum. Es sind kleine Fragen – aber viele…

Denn hier habe ich mir meine eigene kleine Welt aufgebaut. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich so viele Freunde kennen lernen werde, dass ich so viel lerne, sehe und erleben darf – in nur einem Jahr. Als Au pair, hier in New Hampshire bei meiner Hostfamily, hatte ich die wunderbare Möglichkeit, die USA auf einem einzigartigen Weg zu entdecken, einem Weg – auf dem man dieses grosse Land durch pures Reisen nie entdecken könnte – so glaube ich…

Mit den Kindern habe ich so viel erlebt; Wandern, campen, durch New Hampshire‘s Wälder streifen, Schatzsuchen machen, Tubing auf dem See (welcher gerade vor unserer Haustüre ist), Basteln, Kochen und unzählige andere Dinge...

Meine Hostfamily ermöglichte mir mit ihnen durch mehr als 10 Bundesstaaten zu reisen, Disney World, einen der schönsten Zoos sowie Kennedy Space Center in Florida zu besuchen so wie viele andere wunderschöne Plätze und Orte. Ich wurde als Familienmitglied aufgenommen – was unheimlich wertvoll sein kann – gerade wenn man so weit weg ist von zu Hause…

Und ich glaube, uns fällt der Abschied voneinander allen nicht wirklich einfach. Ich kann es kaum glauben, dass die Zeit so schnell verging – und auch ich bin nun eines der Ehemaligen Au Pairs, welches sagt: „Das war wohl das beste Jahr in meinem Leben!“

Nebst neben meinen vielen Koffern, welche alle eingecheckt werden müssen, werde ich einen noch viel Grösseren Rucksack gefüllt mit Erinnerungen, Erfahrungen, Elan und Zufriedenheit mit nach Hause nehmen. Etwas – was nie verloren gehen kann, was am Zoll nicht kontrolliert wird und etwas – etwas was einem vor allem NIEMAND nehmen kann.

Well and finally I just have to say:
“I'm blessed to have got to know people which are so amazing – I gonna miss them so much! I’m blessed to have got to spend a year with four adorable wonderful kids and totally not one boring minute!I’m blessed to have got to travel and visit so many places – 18 States and even more Cities…I’m blessed to have got to know a different culture – the American way of living… in such a wonderful way!-  And finally I realize how lucky I am – to have got this amazing Chance! I’m pretty sure – there will be some tears in the end – but I also know – there will be a big smile as well – one of happiness – yes I’m happy to had this chance!”

Und auch wenn der Abschied schwer fallen wird, so heisst es Kopf hoch und schon kommen einem wieder die ersten Fragen in den Sinn.

Wie mögen wohl die letzen Tage aussehen? Wie wird der Rückflug werden und vor allem – was erwartet mich in der Schweiz?

I’m pretty sure, there will be an answer soon…

Und wer nicht geht – wird auch nie die Chance haben zurück zukommen – oder?

Liebe Grüsse aus dem herbstlichen New Hampshire

LINDA

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New Hampshire - wo Bär und Elch sich gute Nacht sagen!

(September 2010)

Dunkle Wälder, Scheinwerferlicht, Blitzgewitter von Kameras - und das alles nicht wegen einem Movie-Star!!!

Ne! Wegen einem viel GRÖSSEREN Star und seiner Familie!
Ein Elch - Moose genannt in den USA und Kanada. Ein Tier das die Sommerhitze nicht mag, dafür im Winter nie friert. Ein Tier das so 7ft hoch werden kann...

Zusammen mit meiner Freundin aus der Schweiz unternahm ich eine Moose-Tour. Ich wollte schon immer einmal einen Elchen sehen - denn sooooo gross können die doch gar nicht sein - DACHTE ICH! Bis gestern Abend!

Nun - Zuerst haben wir nichts gesehen - die Hoffnung, einen Moose zu sehen schrumpfte wohl bei so manchen in unserem "Moose-Safari-Bus". Doch dann, nach ganzen 2 Stunden "moose-out-time" sah ich den ersten Elchen in meinem Leben - nun er war nicht gross! Aber es war ein Elch - das sah sogar ich ;)

Kurze Zeit später ein ein riesiger Elch-Bulle - ich fand ihn jedenfalls riesig - doch unser Tourguide meinte, der sei nicht so gross...
Nun - meine Schwester hatte recht! Sie weiss alles über Moose! ALLES! Und sie erzählte mir immer, wie gross ein Moose ist - und ich glaubte es NIE! Nun - ich muss sagen auch kleine Schwestern haben eben (manchmal ;) ) recht!

Wir sahen dann noch 2 weitere Moose!

Auch wenn sich Moose sehr langsam bewegen - können die riesen Kerle doch ganz schön schnell rennen!!!

55km/h!!! Sie sind auch schneller im schwimmen als jeder Mensch! (9km/h!!!) Sie können Tauchen! Sie können bis zu 820kg schwer werden und zwischen 15 und 20 Jahre alt...

Eine Moose Tour ist etwas sehr empfehlenswertes, für alle, welche mal nach New Hampshire gehen, oder Maine oder Vermont - oder Kanada...Diese Tour war eines der coolsten Erlebnisse in meinem Jahr =)

Es war ein einzigartiges Erlebnis!

"New Hampshire ohne einen Elch gesehen zu haben ist wie ein Besuch in der Schweiz ohne Schokolade gegessen zu haben!"
:)

7 months in the U.S. - The time is flying by so fast!

(Juni 2010)
Mittlerweilen bin ich schon mehr als sieben Monate in den USA – was ich selbst kaum glauben kann. Endlich ist es hier Frühling geworden, die Bäume tragen grüne Blätter und es wird mit jedem Tag etwas wärmer. Meinen letzten Bericht habe ich im Februar geschrieben. Mittlerweilen habe ich schon wieder ganz viele neue Abenteuer mit den Kids erlebt und schon wieder ein ganzes Stück mehr gelernt und gesehen.


Im März standen meine ersten drei freien „Ferientage“ ohne die Kinder vor der Tür. Zusammen mit Tina, welche ich vor mehr als einem halben Jahr in der Au Pair Schule kennen gelernt hatte, ging ich dann nach New York City. Obschon ich das freie lange Wochenende genoss, freute ich mich unheimlich, die Kids wieder zu sehen. Mir wurde bewusst, wie wichtig mir die Kinder geworden sind und wie sehr sie mir ans Herz gewachsen sind. Auch mit meinen Gasteltern habe ich ein wunderbares Verhältnis.
Schon bald folgte Ostern – was die Kinder kaum erwarten konnten =) und mit dem April kam auch definitiv der Frühling. Seit ein paar Wochen verbringen die Kinder und ich sehr viele Nachmittage auf Spielplätzen, wo sie sich richtig austoben können und wo sie ihre Freunde treffen können - Und wo ich andere AuPairs treffe.


Ende April unternahmen wir dann wieder einen Trip nach Florida. Vier Kinder, drei Erwachsene und gaaaaaaanz viel Gepäck – alles in einem Auto für gute zwei Tage. Wir fuhren, wie schon an Weihnachten mit einem Auto nach Florida. Die erste Woche verbrachten wir in unserem Ferienhaus, am Strand, Pool und zusammen mit der ältesten Tochter (8 Jahre alt) unternahm ich einen Ausflug ins „Seaworld“ in Orlando. Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich Killerwale und Delfine – und ich war überrascht wie klein die Wale waren – und wie gross die Delfine – ja genau – nicht umgekehrt!
Nach einer Woche in Cocoa Beach ging es dann weiter nach Orlando – wo wir ein anderes Condo mieteten. Anstelle von Strand und Pool verbrachten wir nun die Tage in Freizeitparks und Wasserparks. Meine Hostfamily gab mir die Chance „Universal Studios“ zu sehen und „Island of Adventure“, was einfach genial war.


Wir unternahmen so viel zusammen und die Zeit, welche wir verbrachten – jeder einzelne Moment -war wunderbar und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Ich glaube, dass uns diese Woche noch einmal mehr zusammen geschweisst hat…
Mittlerweilen sind wir wieder zu Hause und der „Alltag“ ist wieder eingekehrt – wobei hier kein Tag wie der andere abläuft. Jeder Tag ist voller spontanen Momenten, Überraschungen und unvergesslichen Augenblicken. – das ist etwas, was das Au Pair-Jahr zu etwas ganz Besonderem macht. Meine Familie ist mir so sehr ans Herz gewachsen und es sind nicht nur all die Fotos, welche mich noch lange an diese wunderbare Zeit erinnern werden, es sind all die wunderbaren Eigenschaften von jedem einzelnen Familienmitglied und alle wundervollen gemeinsamen Augenblicke, welche wir zusammen verbracht haben und noch verbringen werden.

Linda-I


Nebst der Arbeit als AuPair habe ich nun von meinen Hosteltern die Möglichkeit erhalten, regelmässig eine Running-Gruppe zu besuchen und am kommenden Wochenende darf ich mein erstes Rennen in den USA rennen. Und schon bald werde ich meine nächsten 3 Credits in einem College einholen.

- So vergeht die Zeit – und sie vergeht schnell!

An alle AuPairs und die es noch werden: Geniesst jeden Tag – denn alles geht so schnell vorbei! Auch wenn man vielleicht einmal eine „Homesick“ Phase hat – sie wird vorüber gehen und macht einem stärker! Die Zeit als Au Pair ist einfach einzigartig!

 

Winterzeit


(Februar 2010)
Bei uns in New Hampshire ist nun definitiv der Winter eingekehrt. Seit Dezember ist sind die Temperaturen Nordpolreif, der grosse See vor dem Haus ist zugefroren und man kann nun den See mit dem Auto überqueren und auch an Schnee mangelt es hier nicht. Doch trotzdem erlebte ich hier keine weisse Weihnachten.  Zusammen mit meiner Familie ging ich im Dezember für zwei Wochen nach Cocoa Beach – Florida. Die Reise unternahmen wir mit dem Auto und so verbrachte ich 2 Tage – eingequetscht zwischen zwei Kindersitzen ohne Pause mit der ganzen Familie – was mir jedoch gefiel. Die ganze Reise starteten wir mit 5 Stunden Verspätung. Der Tripp führte uns durch 10 Bundestaaten. Wir starteten in New Hampshire, fuhren durch Massachusetts, Connecticut und erreichten bei Dämmerung dann auch New York.

New York City war ein Highlight. Die unendlich vielen Lichter zu sehe,  war einzigartig und wir überquerten den Hudson river. New Jersey hiess dann der nächste Bundesstaat. Zuerst konnten wir noch auf das Lichtermeer von NYC zurückblicken und dann war es plötzlich stockdunkel… Die einzigen Lichter, welche wir sahen waren die Lichter der Autos, die vor uns fuhren oder uns entgegenkamen. Nach neuen Stunden erreichten wir den Bundesstaat „DELAWARE“. Mir viel auf, dass es hier immer noch Schnee hatte – viel Schnee. Nach kurzer Zeit folgte schon der nächste Staat: „MARYLAND“. Wir fuhren an Baltimore  vorbei, was die Kids jedoch nicht mitbekamen, da sie schliefen und ich hatte die Übersicht über sämtliche Staaten verloren. Dann endlich ein neuer Staat. Es folgte Virginia. Und dann folgte auch North Carolina – wo es definitiv keinen Schnee mehr hatte.  Man konnte über weite Grünflächen blicken und wir sahen Baumwollfelder. In South Carolina war es dann auch deutlich wärmer als in New Hampshire. Hier folgten dann die ersten Palmen.

Nach einer langen langen Zeit – welche mir unendlich erschien, wechselten wir dann in den Bundesstaat Gorgia und dann endlich, endlich folgte Florida. Florida erreichten wir bei kompletter Dunkelheit – doch man konnte die Umrisse der Palmen erkennen und irgendwann hatten wir unser Ziel erreicht.

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Es folgten zwei unvergessliche Wochen. Die Zeit war einzigartig – aber auch anstrengend. Es war das erste Mal, dass ich meine Hostparents um mich herum hatte,wenn ich arbeitete, was mich jedoch nicht beunruhigte. In dieser Woche waren wir viel unterwegs. Wir sahen echte Raketen der NASA, im Kennedy Space Center, Delfine konnten wir vom Balkon aus sehen und wir gingen auf einen "Airboath Ride", wo wir die Alligatoren in freier Wildbahn sahen.

Während dieser Woche merkte ich richtig, wie super die Familie mit mir zusammen arbeitete. Ich fühlte, dass die Eltern und ich ein Team sind. Egal in welchen Situationen, sie standen mir immer zur Seite – und das tun sie bis heute.Weihnachten verbrachten wir also ohne Schnee. Was jedoch auch super war und zu Hause in New Hampshire feierten wir dann nochmals Weihnachten mit Schnee. Im Gegensatz zu meiner Familie in der Schweiz öffneten wir die Geschenke schon am Weihnachtsmorgen – nicht erst am Abend…Mit Silvester und dem Jahr 2010 folgte dann auch die Rückfahrt in den kalten Norden.Ich konnte mir gar nicht mehr vorstellen wie New Hampshire nach einigen Schneestürmen wohl aussehen mochte… Die Antwort folgte dann nach einer langen Fahrt, wiederum eingequetscht zwischen zwei Kindersitzen auf der Rückbank.  Wir hatten keine Chance zu unserem Haus zu gelangen. Jemand hat vergessen unsere Einfahrt zu pflügen und so war der Weg komplett eingeschneit… Nach einer halben Stunde war dann auch das erledigt und wir konnten endlich ins Haus und ich in mein Apartment. Der Schnee hält bis heute an und Schneestürme sind hier keine Seltenheit. Die Kinder gehen gerne Skifahren und ich darf jeden Mittwoch mit der Schule der Grossen mit auf unseren Berg – die Skiregion liegt nur 5 Minuten entfernt.  Ich darf dann immer mit einer Gruppe von 6 Kindern auf dem Berg rum düsen und mittlerweile kennen mich alle Kids. Es ist schön, wenn man so integriert wird und man so viel erleben kann. Dass ich so viel in dieser kurzen Zeit erleben könnte – damit hatte ich beim Abschied in der Schweiz nie gerechnet. Meine Hostfamily passt perfekt zu mir – und laut ihnen ich auch perfekt zu ihnen… - was sicher auch dem guten Matching-Prozess von CulturalCare zu verdanken ist! Ich bin gespannt, wann denn endlich der Frühling hier beginnt und es nicht mehr so kalt ist… =)

 

Erste Eindrücke und der Start in mein Au Pair Jahr 

 

(Oktober 2009)
Goodbye Switzerland and hello USA! Vor 4 Wochen begann für mich das Jahr in de USA.

Mit einem komischen Gefühl im Bauch, total nervös, neugierig und mit tausenden von Gedanken in meinem Kopf machte ich mich auf die Reise in die USA. Schon im Flugzeugt lernte ich viele andere Au Pairs kennen.  So war meine erste grosse Sorge schon bald abgehäkelt. Denn ich hatte innert kürzester Zeit neue liebe Menschen kennen gelernt.

In der Au-Pair-Schule“ lernte ich dann noch mehr Au Pairs kennen. Alle aus verschiedenen Länder, alle haben verschiedene Interessen und doch hatten wir Gemeinsamkeiten. Wir waren an dieser Schule, weil wir uns für ein spannendes Jahr, für einen der aufregendsten Jobs entschieden hatten und wir waren alle eines: Grausam nervös, aufgeregt und neugierig wie unsere Familien wohl sein werden…

Dann war es endlich soweit. Ich konnte meine Reise zu meiner Familie antreten. Mit meinen zwei riesigen Koffern, einer Handtasche im Schlepptau wartete ich im Flughafen Manchesters auf meine Family. Wieder brummten unendlich viele Gedanken in meinem Kopf. Dann endlich lernte ich meine Hostmum und den Daddy kennen und natürlich die Kids. Die Grosse ist acht Jahre alt und gab mir eine ganz dolle Umarmung und ein Freundschaftsband als Willkommensgeschenk ;) und die vierjährigen Drillinge schloss ich auch gleich ins Herz.

Nun bin ich schon die dritte Woche in meiner Familie und konnte viele Sorgen abhaken. Die Kinder mögen mich, die Eltern sind lieb, das Haus ist ein Traum und ich liebe meine neue Aufgabe als Au Pair. Ich möchte mit keinem Menschen auf der Welt tauschen.

Es ist unglaublich wie schnell man sich hier einlebt. Viele Dinge kommen einem so bekannt vor. Wenn man mit dem Auto auf den Highways unterwegs ist, so kommt man sich vor, als wäre man in einem typischen amerikanischen Film. Die Menschen hier sind unglaublich hilfsbereit und herzlich und man fühlt sich überall willkommen, man fühlt die Freiheit und jeden Tag erlebt man etwas Neues. Ich liebe meinen neuen Tagesablauf und finde es wunderbar wie ich in die Familie integriert werde. Egal ob Disneyland, Familienfest oder Campingtour in der Wildnis Amerikas, ich darf immer mit. Mit den Kindern etwas zu unternehmen ist superspannend und macht Spass. Meine Sorge, dass mich die Kinder vielleicht nicht mögen, dass ich den Anforderungen der Eltern nicht gerecht werden könnte oder dass ich hier vielleicht einsam sein könnte, all diese Sorgen sind längst begraben und ich geniesse jeden Tag. 

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Es ist wunderbar hier. Wenn man gerne Verantwortung übernimmt, flexibel ist, gerne mit Kindern etwas unternimmt so ist das ein wunderbarer Job und man kann hier eine unglaublich schöne und unvergessliche Zeit erleben, welche gefüllt ist von einzigartigen Augenblicken, Abenteuern, kleinen Reisen mit der Familie und vielen neuen Freundschaften. Man kann jeden Tag mehr lernen, mehr im Zusammenhang mit dem Job aber auch mehr über sich selbst.

Ich bin glücklich hier obschon ich nicht gerade in Florida oder California bin, sondern im hohen Norden. Doch ich möchte mit niemandem Tauschen, denn die Familie stimmt und ich habe bis jetzt keinen Moment bereut. (Auch im Norden der USA kann es übrigens wunderbar sein!!!) Wenn man versucht, das Beste aus jedem Tag heraus zu holen, auch wenn die Kids einmal ihren eigen Kopf haben, wenn vielleicht Dinge nicht so geraten wie man es sich wünscht, so ist kann dieses Jahr  eines der wunderbarsten Jahre im Leben eines Menschen werden. 

Liebe Grüsse and best wishes aus den USA

Linda Andrea



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