Seraina berichtet wie sie ihr Jahr in Virginia von 2008-2009 erlebt hat
Ich heisse Seraina, bin 20 Jahre alt und komme aus Winterthur. Von September 2008 bis September 2009 war ich als Au Pair mit Cultural Care in den USA und betreute dort 3 Kinder im Alter von 4, 6 und 8 Jahren. Ich verbrachte ein unvergessliches Jahr!!!
Good Bye Switzerland - Hello USA
Der Abschied von meiner Famillie und meinen Freunden war nicht ganz leicht, es war schwer durch die Passkontrolle am Zürcher Flughafen zu laufen und meine Liebsten zurückzulassen mit dem Wissen sie für ein ganzes Jahr nicht zu sehen. Schon wenige Minuten später jedoch traf ich auf ein anderes sehr nettes Au Pair und mit ihr zusammnen war ich dann auch in der Au Pair Schule in New York. Angekommen in NY fühlte ich mich super, ich war sooo glücklich endlich wirklich da zu sein und nicht nur davon zu träumen! Die Woche in der Schule war toll, wir hatten viel Spass zusammen und die Möglichkeit am Donnerstag New York City zu besichtigen. New York ist unbeschreiblich, wie in Filmen und Postkarten. Die hohen Häuser, die Shops, die Leute, ich kam gar nicht mehr aus dem Staunen raus. Schnell war die Woche vorbei und ich musste mich von neu gewonnenen Freunden verabschieden.
Die ersten Wochen und meine Gastfamilie
Weiter ging es für mich mit dem Au Pair Bus nach Pennsylvania wo mich meine Gasteltern freundlich in Empfang nahmen. Als wir Zuhause ankamen, traf ich endlich die zwei Mädchen, sie waren echt super süss! Jedoch habe ich schnell gemerkt, dass die Chemie zwischen mir und meinen Gasteltern nicht recht gestimmt hat. Ich wechselte dann meine Gastfamilie innerhalb von meinem ersten Monat zweimal. Das kann nunmal vorkommen, aber dann muss man dranbleiben und ein wenig kämpfen, denn es gibt für jedes Au Pair die richtige Familie - davon bin ich überzeugt. Es war keine einfache Zeit für mich, aber dank meiner LCC die mich in ihrem Zuhause aufgenommen und mir Mut gemacht hat, mir geholfen und mich unterstützt hat wo sie konnte, kam ich dann zu meiner Gastfamilie die ich zu lieben gelernt habe. Meine Gastfamilie (single hostmom, drei Kinder im Alter von 4,6 und 8) lebte in einer Stadt im US Bundesstaat Virginia, ungefähr 45 Minuten von Washington DC entfernt. Fast jedes Wochenende war ich in DC, zum spazieren, um Museums und Monuments anzuschauen oder einfach nur zum relaxen. Washington ist eine wunderschöne Stadt in der man sehr viel erleben und entdecken kann.
Kulturelle Unterschiede
Der gegebene Einblick in eine total andere Kultur hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir das nicht vorstellen bevor ich Amerika wirklich selbst erlebt und gelebt habe. Es ist erstaunlich wie viele Unterschiede es zwischen der Schweiz und Amerika gibt. Durch mein Jahr in den USA habe ich gemerkt, dass gewisse Sachen, die für uns natürlich sind, in Amerika keine Selbstverständlichkeiten sind - dasselbe gilt aber auch umgekehrt. Ich habe die Schweiz besser kennengelernt, wie wir sind, unsere Persönlichkeiten, unsere Angewohnheiten, unsere Natur, unsere Häuser und Strassen.
Seraina auf Reisen
In meinem Jahr hatte ich die Möglichkeit viele amerikanische Städte zu besichtigen. Zusammen mit meiner Gastfamilie reiste ich nach Maryland zum Haus der Grosseltern, welches an einem wunderschönen See liegt, um Thanksgiving und einen Teil der Sommerferien zu verbringen. Für das grosse Weihnachtsfest fanden sich die Eltern und die zwei Geschwister meiner Gastmutter mit ihren Familien und mir in Vermont ein. Ich verbrachte sehr schöne Weihnachtstage im Kreise meiner Gastfamilie. Im Januar 2009 durfte ich mit meiner Hostfamily nach Cancun (Mexico). Wir alle freuten uns riesig auf diese Woche und konnten es kaum erwarten endlich dort zu sein. Die Kinder begannen täglich davon zu sprechen wie es wohl sein würde. Sie waren sprachlos als wir unser Hotel betraten. Wir wohnten in einem wunderschönen Hotel, mit einer Lobby die einfach unbeschreiblich schön war. Wie meine 6-jährige es immer gesagt hat, „That’s my dream!“. Eine halbe Stunde nach unserer Ankunft gingen wir mit den Kindern zum Meer runter, welches sie zum ersten Mal sahen. Sie hatten riessen Spass am Plantschen im Meer, noch immer mit den Kleidern an. Im Sommer sind wir nach Pittsburgh PA gefahren um eine Collegefreundin meiner Hostmom zu besuchen. Auch hat mir meine Gastmutter bei diesem Trip ihr ehemaliges College gezeigt, was sehr interessant für mich war zu sehen. An meinen freien Wochenenden besuchte ich mit Freunden viele verschiedene Städte. Ich war in NYC (ungefähr 7 Mal!), Baltimore, Philadelphia, Boston, Atlantic City, Stone Harbor, die Niagara Falls, war Snowboarden in West Virginia und besuchte eine Freundin aus der Au Pair Schule in Chicago. Am Ende meines Jahres reiste ich mit dem Bus quer durch Amerika, von Washington DC im Osten nach San Diego (danach weiter nach Los Angeles und San Fransisco) im Westen. Zweieihalb Tage fast NonStop im Bus. Ich durchfuhr dabei viele verschiedene Ortschaften wie Colombus OH, St.Louis MO, Kansas City MO, Denver CO, Las Vegas NV und San Bernardino CA. Ich sah wie die Umgebung und die Natur immer wider ein anders Bild zeigte, es war ein erstaunliches, wunderschönes, unvergessliches Erlebnis!
Meine Gastkinder und Fazit zu meinem Au Pair Jahr
Mit meinen Gastkindern hatte ich eine Verbindung die sehr tief war und ist und die schöner nicht hätte sein können. Über das Jahr wurden wir zusammengeschweisst. Klar gab es manchmal auch Meinungsverschiedenheiten, das ist natürlich. Ich habe es geliebt den Tag mit meinen Kindern zu verbringen, zu sehen wie sie glücklich waren und wie wir miteinander gelacht haben. Ich hatte viele Möglichkeiten sie zu beschäftigen, sei dies im Haus (spielen, basteln, verkleiden oder lesen) auf dem Spielplatz, mit Nachbars Kinder zusammen, im Wald, im Schwimmbad und so weiter. Ich vermisse meine Kinder nun sehr da ich wieder zurück in der Schweiz bin und hoffe, dass ich sie bald besuchen gehen kann. Sie sind ein Teil von meinem Leben geworden und noch immer denke ich jeden Tag an sie. In meiner Gastmutter habe ich eine Vertrauensperson gefunden, die mir immer geholfen hat wenn ich Hilfe benötigte. Mit ihr konnte ich mich abends auch offen über den vergangenen Tag und über das Verhalten der Kids unterhalten. Von anderen Familien in unserer Nachbarschaft wurde ich immer freundlich und offen mit einem Lächeln begrüsst. Ich würde das Au Pair Jahr jedem weiterempfehlen der Kinder liebt, sich nicht scheut eine andere Kultur zu entdecken, zu leben und zu akzeptieren, ein neues Land zu bereisen, der neue Freunde kennenlernen und Englisch lernen möchte. Die vielen schönen, lustigen, glücklichen und vielleicht auch traurigen Momente wird man ein Leben lang nicht vergessen. Ich werde mich immer gerne an dieses Jahr zurückerinnern. Alles Gute und viel Spass in eurem Au Pair Jahr mit Cultural Care!
Seraina
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